Strafverfahren und Details des Angriffs

Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat ein Strafverfahren wegen des russischen Angriffs auf Lager im Dorf Myla im Btschansker Rajon der Oblast Kiew sowie wegen der Sekundär-Detonation eingeleitet. Laut den Ermittlungsbehörden wird das vorgerichtliche Ermittlungsverfahren nach zwei Artikeln des Strafgesetzbuchs der Ukraine geführt; die konkreten Artikel werden in den vorliegenden Materialien nicht genannt. Der SBU bestätigte, dass infolge des Treffers eines russischen Drohnen vom Typ „Geran-4“ und der Sekundär-Detonation von Munition mindestens 37 Menschen getötet wurden.

Arbeit am Tatort

Der SBU teilte mit, dass die Mitarbeiter des Dienstes von den ersten Minuten an am Tatort arbeiten und ein Hauptquartier zur Koordination der Maßnahmen zur Eindämmung der Notsituation aufgeschlagen haben. Ermittler und Staatsanwälte klären alle Umstände der Tragödie. In der offiziellen Mitteilung wurden auch aufrichtige Kondolenzbekundungen an die Familien und Angehörigen der Getöteten und Verletzten übermittelt.

Frage zur Lage des Lagers

Der Leiter des ukrainischen Innenministeriums, Iwan Wyhowskyj, erklärte, dass die Ermittlungsbehörden klären, warum das Munitionslager unter gewöhnlichen Wohnhäusern lag. Seinen Worten zufolge wurden bislang rund 40 Personen – Geschädigte und Zeugen – befragt, und die materiellen Beweise wurden bereits zur Begutachtung weitergeleitet.

Evakuierung und Rettung von Menschen

Laut Wyhowskyj löschen die Rettungskräfte weiterhin die Brandherde. In der Nacht wurden rund 400 Einwohner rasch evakuiert, zudem wurden mehr als 10 Personen gerettet, die sich in Kellern befanden und nicht selbst herauskommen konnten. Durch den russischen Angriff und die anschließende Detonation der Munition wurden rund 130 Häuser beschädigt.

Suche nach Vermissten

Zum Zeitpunkt der Erklärung sind 37 Tote bekannt; die Identität vieler von ihnen wird noch ermittelt. Vier Personen gelten als vermisst – Polizisten und Rettungskräfte führen weiterhin Suchmaßnahmen durch. Wyhowskyj sprach den Familien und Angehörigen der Getöteten erneut aufrichtige Kondolenzbekundungen aus.