In der Nacht zum 1. August führten ukrainische Sicherheitskräfte eine großangelegte Operation zur Zerstörung strategischer Objekte auf russischem Territorium durch. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung von Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) berichtet, wurden drei große Raffinerien in der Republik Baschkortostan getroffen.
Angriff auf den Energiecluster von Bashneft
Ziel der Operation waren Anlagen im tiefen Hinterland des Gegners – fast 1600 Kilometer von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt. Langstrecken-Drohnen der SBU beschädigten die Infrastruktur der Raffinerien „Bashneft-UNPZ', „Bashneft-Novoyl' und „Bashneft-Ufaneftechim'. Diese Objekte gehören zur Struktur des Unternehmens „Bashneft' und bilden eines der größten Raffineriecluster des Landes.
Die Gesamtkapazität dieser Anlagen übersteigt 23 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Die Raffinerien produzieren eine breite Palette von Produkten: Benzin, Dieselkraftstoff, Flugzeugkerosin und Schmierstoffe. Laut SBU werden die gewonnenen Produkte zur Versorgung der russischen Armee verwendet.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte den Erfolg der Operation und hob die Präzision der SBU-Einheiten hervor. In seiner Erklärung betonte er, dass Raffinerien legitime militärische Ziele sind, da sie nicht nur die Armee mit Treibstoff versorgen, sondern auch erhebliche Einnahmen generieren, aus denen der Krieg gegen die Ukraine finanziert wird.
Trifft Luftabwehrsysteme und Schläge in der Krim
Neben dem Schlag gegen die Wirtschaft fügten ukrainische Drohnen auch der Verteidigungsinfrastruktur in der Region Krasnodar Schaden zu. Drei Radaranlagen vom Typ „Podlyot-K1' und eine Radarstation „Kasta-2E2' wurden getroffen. Diese Systeme werden von russischen Truppen zur Erkennung von Luftzielen eingesetzt.
Auch das Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtete über die Ergebnisse der Operationen auf der Krim. Dabei wurden eine Flotte unbemannter Marineboote, zwei Eisenbahnbrücken sowie Einheiten der elektronischen Aufklärung der russischen Schwarzmeerflotte getroffen. Auch eine Reparaturbasis und Drohnenlager wurden beschädigt.
Schlag gegen die Logistik im Schwarzen Meer
In derselben Nacht versenkten ukrainische Drohnen das russische Containerschiff „Yanina' im Schwarzen Meer. Das Schiff gehörte der Firma FESCO, die zur Struktur des Staatskonzerns „Rosatom' gehört.
Selenskyj bezeichnete diese Aktionen als Teil des Plans für Langstreckensanktionen, der „Schritt für Schritt' umgesetzt wird, um gerechten Druck auf die Infrastruktur des Gegners auszuüben.