Die Gegenabwehr der Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) verhinderte ein großangelegtes Attentat in Iwano-Frankiwsk. Die russischen Geheimdienste planten eine doppelte Explosion im Hof eines Wohnkomplexes, die zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung und Mitarbeitern der Notdienste zur Folge gehabt hätte.
Rekrutierungsschema über Telegram
Die Organisatoren des Angriffs handelten nach einem ausgetüftelten Schema, das in letzter Zeit zu einem der häufigsten geworden ist. Russische Agenten rekrutierten einen lokalen Arbeitslosen, der in Telegram-Kanälen nach "leichtem Geld" suchte. Genau in diesem Messenger erhielt der Täter Anweisungen von seinen Betreuern.
Nachdem er die agenturische Einweisung absolviert hatte, mietete die rekrutierte Person eine Wohnung, von der aus man den geplanten Sprengort überblicken konnte. Zur Koordinierung der Aktionen platzierte er ein Telefon, das mit einem Powerbank verbunden war, im Hof, damit die Betreuer aus Russland die ideale Stelle für die Platzierung der Sprengladung aus der Ferne auswählen konnten.
"Tödliche Töpfe" und der doppelte Schlag
Der Plan der russischen Geheimdienste war raffiniert und grausam. Der Täter kaufte Komponenten für die Herstellung von improvisierten Sprengvorrichtungen (ISV). Nach dem Feindkonzept sollte die Sprengladung als gewöhnliche Kochtöpfe getarnt werden.
Jeder dieser "Töpfe" sollte enthalten:
- 6 kg Sprengstoff;
- einen Zünder;
- Hunderte Metallbolzen, die als Verletzungselemente dienen sollten.
Das Angriffsszenario sah zwei Phasen vor:
Das erste Gerät sollte zwischen geparkten zivilen Fahrzeugen platziert werden. Die Explosion sollte Aufmerksamkeit erregen und Verwirrung stiften. Sobald die Anwohner, Ordnungshüter, Mediziner und Rettungskräfte am Ort des Geschehens eingetroffen wären, sollten die russischen Betreuer das zweite Gerät aus der Ferne aktivieren. Auch dieses war mit Splittern gefüllt und in der Nähe getarnt, um den ankommenden Diensten maximalen Schaden zuzufügen.
Ergebnisse der Arbeit der Gegenabwehr
Die Spezialisten der SBU dokumentierten alle Phasen der Vorbereitung des Verbrechens und identifizierten die russischen Geheimdienstmitarbeiter, die an der Planung des Attentats beteiligt waren. Dank der operativen Maßnahmen fanden die Explosionen nicht statt, und menschliche Opfer wurden verhindert.
Dieses Ereignis bestätigt die zuvor von der SBU und dem Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation gemachten Angaben: Die russischen Geheimdienste haben sich aktiviert und nutzen neue Rekrutierungsschemata. Die Statistik zeigt, dass 82 % der aufgedeckten Attentate in der Ukraine über die Rekrutierung in Telegram begangen wurden.