In der Nacht zum 24. Juli ereignete sich im Schwarzen Meer ein neuer Vorfall mit einem Handelsschiff. In der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens wurde das Frachtschiff Christiana B beschädigt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich das Schiff auf dem Weg von den USA nach Ukraine mit einer Kohleladung.

Die Informationen über den Vorfall bestätigte die Pressestelle der rumänischen Abteilung für Notfälle. Das unter der Flagge Liberias fahrende Schiff stammte aus dem US-Hafen Norfolk. Das beschädigte Schiff befindet sich in einem von Rumänien kontrollierten Gewässer, was ein sofortiges Eingreifen der örtlichen Rettungsdienste erforderte.

Notruf und Verdacht auf einen Angriff

Die Besatzung des Schiffes gab über den internationalen maritimen Kommunikationskanal ein Notsignal ab und meldete eine Beschädigung des Rumpfes sowie die Bitte um Hilfe. Zunächst gab es Berichte über einen möglichen dringenden Bedarf zur Evakuierung der Besatzungsmitglieder.

Den vorläufigen Einschätzungen zufolge, die von der Publikation Romania Insider veröffentlicht wurden, könnte die Ursache des Vorfalls ein Treffer durch ein unbemanntes Wasserfahrzeug oder eine Explosion durch eine Seemine gewesen sein. Diese Szenarien werden als die wahrscheinlichsten Ursachen für das Geschehene betrachtet.

Rettungsoperation

Die rumänischen Behörden aktivierten umgehend den Notfallplan. In den Bereich des Vorfalls wurden die spezialisierten Rettungsschiffe SAR Apollo und SAR Artemis entsandt, die dem Rumänischen Agentur für Seenotrettung gehören.

Zur Lagebeurteilung wurde eine Luftaufklärung mit einem Hubschrauber der Generaldirektion für Luftfahrt des rumänischen Innenministeriums durchgeführt. Einsatzkräfte des schnellen Eingreifteams trafen am Ort ein, um der Besatzung Unterstützung zu leisten.

Ergebnisse des Vorfalls

Die Situation an Bord stabilisierte sich. Laut Informationen des Kapitäns des Schiffes gab es keine Verletzten unter den Besatzungsmitgliedern. Eine Evakuierung war nicht erforderlich, da die Mannschaft die Folgen der Beschädigung bewältigen konnte.

Das Schiff Christiana B behielt seine Manövrierfähigkeit bei und kann die Fahrt zum Ufer fortsetzen. Im nächsten Hafen sind technische Inspektionen und Reparaturarbeiten geplant, um die erlittenen Schäden zu beheben.

Kontext: Serie von Angriffen auf die Schifffahrt

Dieser Vorfall ist nicht vereinzelt. Bereits wenige Tage zuvor, am 21. Juli, hatte der rumänische Präsident von der Beschädigung eines anderen Tankers unter liberianischer Flagge vor der Küste des Landes berichtet. Dieses Schiff war von der ägyptischen Stadt Alexandria in den ukrainischen Hafen Reni unterwegs.

Das Schiff befand sich damals etwa 20 Seemeilen von der rumänischen Küste entfernt. Laut Angaben der Besatzung wurde der Tanker von drei unbemannten Fluggeräten getroffen, was zur Evakuierung und zur medizinischen Versorgung der Verletzten führte. Die Wiederholung solcher Szenarien deutet auf eine weiterhin hohe Bedrohung für die Schifffahrt in der Region hin.