Die Zahl der Todesopfer infolge des russischen Raketenangriffs auf die Oblast Kiew hat sich erhöht. In einem Krankenhaus ist eines der Verletzten gestorben, was die Tragweite der Ereignisse vom 24. Juli bestätigt.

Dies teilte der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Krawtschenko, mit. Laut seinen Angaben starb ein 66-jähriger Mann – ein ukrainischer Staatsbürger und Diplomat des Malteserordens – an seinen Verletzungen.

Neue Details zur Ermittlung

Insgesamt beläuft sich die Zahl der Opfer des feindlichen Angriffs somit auf 11 Personen. Weitere fast hundert Menschen erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Der Hauptangriff traf den Rajon Bucha, wo russische Truppen einen ballistischen Schlag auf das Gelände einer privaten Sportanlage verübten.

Zuvor hatten Medienberichte darüber spekuliert, dass das Ziel ein privater Schießstand war. Der Sprecher der Luftstreitkräfte, Jurij Ignat, präzisierte jedoch, dass es sich um eine Sportanlage handelte, in der eine öffentliche Veranstaltung stattfand. Vertreter des Ukrainischen Waffenrates bestätigten, dass sich Delegierte der Rüstungsindustrie vor Ort befanden.

Dem Organisator der Messe wird der Vorwurf gemacht

Die Ermittlungsbehörden haben bereits zwei Strafverfahren eingeleitet. Eines wird gemäß Artikel 438 des Strafgesetzbuches der Ukraine (Kriegsverbrechen) untersucht, das andere gemäß Teil 3 des Artikels 367 (Pflichtverletzung mit schwerwiegenden Folgen).

Am Samstag, dem 25. Juli, wurde dem Organisator der Waffenmesse offiziell der Vorwurf gemacht. Der Mann wurde festgenommen. Der Gerichtshof prüft derzeit die Frage der Wahl der Sicherungsmaßnahme. Die Staatsanwaltschaft besteht angesichts der Risiken auf einer Haftstrafe ohne Möglichkeit der Kaution.

Die Ermittlungsbehörden setzen ihre Arbeit fort, um alle Umstände der Tragödie zu klären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.