Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat gemeinsam mit der ukrainischen Marine eine weitere erfolgreiche Operation im Schwarzen Meer durchgeführt. Diesmal wurden zwei russische Tanker – „Louise 1' und „Banda' – getroffen, die Teil der sogenannten „Schattenflotte' Russlands sind. Beide Schiffe wurden mit Hilfe der maritimen Drohnen „Mamai' zerstört.
Ziel des Angriffs: sanktionierte Schiffe
Die SBU betonte, dass beide Tanker unter ukrainischen Sanktionen stehen und aktiv an der illegalen Beförderung von russischem Rohöl beteiligt sind. Insbesondere wurde „Louise 1' genutzt, um Öl aus Häfen der Ost- und Schwarzmeere während des Embargos der G7-Staaten und der EU zu exportieren. Das Schiff schaltete regelmäßig sein automatisches Identifikationssystem (AIS) ab, um seine Routen zu verschleiern.
Laut Angaben des Nachrichtendienstes hat „Louise 1' allein im Jahr 2026 fast 3 Millionen Tonnen russischen Urals-Rohöls transportiert. Der zweite Tanker – „Banda' – war ebenfalls am Transport von Rohöl aus den Häfen Ust-Luga, Keratsch, Noworossijsk und Nachodka beteiligt.
Gegenmaßnahmen der russischen Luftwaffe
Während der Operation versuchte die russische Luftwaffe, den Angriff zu vereiteln. Flugzeuge eröffneten Maschinengewehrfeuer und warfen Bomben in dem Gebiet ab, in dem die Drohnen operierten. Diese Maßnahmen konnten die ukrainischen Streitkräfte jedoch nicht daran hindern, ihre Aufgabe zu erfüllen – beide Tanker wurden erfolgreich getroffen.
Bedeutung der Angriffe für die russische Wirtschaft
Die SBU erklärte, dass jeder Schlag gegen die „Schattenflotte' die Fähigkeit Russlands, seine Aggression zu finanzieren, direkt untergräbt. „Jedes solche Schiff als Teil der russischen Kriegsmaschinerie ist ein rechtmäßiges Ziel', so die Aussage des Nachrichtendienstes.
Dies ist nicht die erste Operation dieser Art. Zuvor berichtete RBK-Ukraine über die Ergebnisse einer 40-tägigen Kampagne der SBU, bei der zahlreiche Schiffe der „Schattenflotte' getroffen wurden. In einer einzigen Nacht gelang es, 14 solcher Schiffe zu zerstören.
Reaktion Russlands: Verlegung von Luftabwehrsystemen aus der Arktis
Als Reaktion auf die zunehmende Aktivität ukrainischer Drohnen begann Russland, Luftabwehrsysteme massenhaft aus der Arktis in die südlichen Regionen zu verlegen. Dies zeigt, dass Kiew weiterhin unbemannte Technologien effektiv einsetzt, um kritisch wichtige Ziele des Gegners zu treffen.