In dem Dorf Ljutezh im Rajon Wyschhorod der Oblast Kiew kam es in einem Geschäft zu Schüssen. Laut Polizei zog ein 30-jähriger Mann nach einem Konflikt mit einem Anwohner eine Schusswaffe und feuerte mehrere Schüsse ab. Die Strafverfolgungsbehörden verhafteten den Verdächtigen umgehend und stellten ihm den Verdacht des Rowdytums mit einer Waffe zur Last.

Chronologie des Vorfalls im Supermarkt

Laut Informationen der Kriminalpolizei der Oblast Kiew kam es im Verkaufsbereich zwischen einem 30-jährigen Mann und einem der Anwohner zu einem Konflikt. Anschließend verließ der Täter den Laden und ging zu einem Volkswagen, der einem Bekannten gehörte. Dort holte er die Waffe hervor, kehrte ins Gebäude zurück und feuerte zwei Schüsse in den Boden ab. Danach ging er nach draußen, feuerte einen Schuss in die Luft, stieg in ein fremdes Auto und floh von der Tatstelle.

Verhaftung und prozessuale Entscheidung

Mitarbeiter der Kriminalpolizei ermittelten den Aufenthaltsort des Verdächtigen in kürzester Zeit und verhafteten ihn. Der Mann wurde in eine vorläufige Haftanstalt verbracht, und die beschlagnahmte Waffe sowie andere materielle Beweismittel wurden zur weiteren Untersuchung eingezogen. Unter der prozessualen Aufsicht der Bezirksstaatsanwaltschaft Wyschhorod teilten die Ermittler dem 30-jährigen Verdächtigen den Verdacht gemäß Teil 4 des Artikels 296 des Strafgesetzbuches der Ukraine mit – Rowdytum unter Anwendung einer Schusswaffe. Die Strafsanktion dieses Artikels sieht Freiheitsstrafen von drei bis sieben Jahren vor. Die Ermittlungen laufen weiter.

Kontext: Serie von Schussvorfällen in der Ukraine

Der Vorfall in Ljutezh war der jüngste in einer Reihe von Vorfällen mit Schusswaffen in verschiedenen Regionen des Landes. Kürzlich kam es im Zentrum von Dnipro vor einem der Lokale zu einer Schlägerei mit Schüssen unter Beteiligung einer Gruppe von Männern und Sicherheitskräften, bei der mehrere Personen verletzt wurden. Im Park von Luben in der Oblast Poltawa eröffnete ein Mann das Feuer auf Polizisten während einer Überprüfung der Ausweispapiere, wodurch einer der Beamten eine Schusswunde erlitt. Ein ähnlicher Vorfall wurde auch in der Oblast Kiew registriert: Im Zentrum von Bila Zerkwa verletzte ein Unbekannter einen 18-jährigen Jungen, der sofort ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Was bedeutet dies für den Verdächtigen?

Die Qualifikation der Handlungen gemäß Teil 4 des Artikels 296 des Strafgesetzbuches der Ukraine bedeutet, dass die Anwendung einer Schusswaffe bei Rowdytum als erschwerender Umstand gewertet wird, der die obere Strafgrenze auf sieben Jahre Freiheitsstrafe erhöht. Die endgültige Entscheidung in der Sache wird vom Gericht nach Abschluss der Ermittlungen getroffen, bei denen, wie die Strafverfolgungsbehörden betonen, alle Umstände des Konflikts geklärt und weitere Vorfälle überprüft werden.