In Montenegro läuft eine groß angelegte Suchaktion gegen den 30-jährigen russischen Staatsbürger Michail Schabunin, der von den Strafverfolgungsbehörden des dreifachen Mordes in der Nähe von Danilovgrad beschuldigt wird. Laut Informationen, die RBC-Ukraine unter Berufung auf den montenegrinischen Fernsehsender N1 berichtet, eröffnete der Verdächtige am Vortag am Tag, am 31. August, das Feuer auf Menschen im Schießclub „Češka zbrojevka“. Infolge des Vorfalls wurden drei Angestellte des Betriebs getötet. Überwachungskameras erfassten den Moment, in dem ein Mann mit heller Mütze sich im Gebäude befand; diese Aufnahmen wurden im Rahmen der Ermittlung in den Medien veröffentlicht.

Verlauf der Suchaktion

Laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden konnte Schabunin nach der Tat möglicherweise mit einem schwarzen Seat Cordoba fliehen. Dieses Fahrzeug wurde anschließend in Rogana entdeckt. Die aktiven Suchmaßnahmen konzentrieren sich auf die Gemeinden an der Küste, insbesondere in Herceg Novi. Die Polizei Montenegros ruft die Bürger auf, sich nicht eigenständig dem Verdächtigen zu nähern und nicht zu versuchen, ihn festzunehmen, sondern bei jedem Kontakt unverzüglich die Strafverfolgungsbehörden zu informieren. Die Fahndung läuft weiter, der Status des Verdächtigen ist: auf der Flucht.

Version der russischen Medien

Russische Publikationen, die sich auf eigene Quellen berufen, geben ein detaillierteres Szenario der Ereignisse wieder. Laut ihren Angaben besuchte der Verdächtige vor der Schießerei den Schießclub in Danilovgrad mehrfach und trainierte dort. Am Tag der Tragödie habe er zunächst Probeausgelösse abgegeben und sich dann in das Gebäude begeben und das Feuer auf die Angestellten eröffnet. Außerdem wird berichtet, dass der 30-jährige, aus Perm stammende Mann sich für Trailrunning, Bergwanderungen und Ski interessierte, Geschirr aus Holz schnitzte und in letzter Zeit Arbeit in der Gastronomie suchte.

Widersprüchliche Angaben

Zwischen den Versionen der beteiligten Seiten gibt es einen erheblichen Unterschied im Grad der Bestätigung der Details. Der montenegrinische Fernsehsender N1, auf den sich RBC-Ukraine beruft, bestätigt die wesentlichen Fakten: die Schießerei im Club „Češka zbrojevka“, den Tod dreier Angestellter, die Identität des Verdächtigen und seine Flucht mit einem schwarzen Seat Cordoba, der in Rogana entdeckt wurde. Dabei werden die Umstände, die als „Probeausgelösse“ beschrieben werden, die vorherigen Trainings im Club und die biografischen Details (Hobbys, Jobsuche) ausschließlich in Berichten russischer Medien genannt und haben keine unabhängige Bestätigung durch die montenegrinische Polizei erhalten. Bis zu offiziellen Erklärungen sind diese Details als nicht bestätigt zu betrachten.

Kontext: Verschlechterung der Beziehungen zwischen Montenegro und Russland

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer deutlichen Abkühlung der Beziehungen zwischen Montenegro und Russland. In letzter Zeit hat Podgorica das visumfreie Regime für Bürger Russlands und Weißrusslands aufgehoben, von einer neuen Etappe der Unterstützung der Ukraine in Zusammenarbeit mit der NATO gesprochen und sich der EU-Mission zur Ausbildung ukrainischer Soldaten angeschlossen. Vor diesem Hintergrund verstärkt die resonanzstarke Straftat, begangen von einem russischen Staatsbürger, die Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden und der Öffentlichkeit für die Sicherheitslage im Land.