Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hielt ein Treffen mit führenden Militärs und zivilen Beamten ab, bei dem die aktuelle Lage an der Front und die Strategie für weitere Maßnahmen gegen die russische Kriegsmaschinerie erörtert wurden. Das Hauptthema des Treffens war die Fortsetzung großangelegter Operationen zur Zerstörung von Zielen auf besetzten Gebieten, einschließlich der Krim.
Strategisches Treffen im Präsidentenamt
Während des Treffens hörte Selenskyj Berichte vom Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Mychajlo Drapat, vom Chef des Generalstabs, Ihor Skibiuk, vom Verteidigungsminister Jewhen Chmara und vom stellvertretenden Leiter des Präsidentenamtes, Pawlo Palysa. Der Hauptfokus der Diskussion lag auf der Umsetzung des Plans für Langstreich-Sanktionen gegen Russland als Reaktion auf die Führung des Krieges.
Der Präsident bestätigte, dass die Operation zur Bekämpfung russischer Streitkräfte und Stellungen auf vorübergehend besetzten Gebieten fortgesetzt wird. Besonderes Augenmerk wurde auf die Krim gelegt, die für die Ukraine eine strategisch wichtige Region bleibt. Während des Treffens wurde die Liste der Prioritätsziele für weitere Angriffe aktualisiert.
Stärkung der Koordination und Suche nach Partnern
Selenskyj beauftragte Oberbefehlshaber Drapat, die Information und Koordination mit dem militärischen Führungspersonal in den Regionen der Ukraine zu verstärken. Dies ist notwendig, um die maximale Effektivität der Maßnahmen und eine operative Reaktion auf Lageveränderungen sicherzustellen.
Zudem kündigte der Staatsoberhaupt eine aktive Zusammenarbeit der Kommandos des Verteidigungsministeriums und des Präsidentenamts mit europäischen Partnern an. Ziel dieser Verhandlungen ist es, zusätzliche Hilfe in Form von Raketenlieferungen für Luftabwehrsysteme zu erhalten, was für den Schutz des ukrainischen Territoriums von entscheidender Bedeutung ist.
Ergebnisse der jüngsten Operationen
In den letzten Tagen haben die ukrainischen Streitkräfte eine hohe Effektivität bei Angriffen auf strategische Objekte des Gegners gezeigt. In der Nacht zum 30. Juli trafen FPV-Drohnen das Logistikzentrum des Marktplatzes Wildberries in der russischen Stadt Penza und verursachten Schäden an der Infrastruktur, die für militärische Zwecke genutzt wird.
Auch Schlüsselobjekte auf der Krim und im Süden Russlands wurden angegriffen. Insbesondere trafen Drohnen den Hafen in Taman (Krasnodar-Gebiet), der eine wichtige Rolle in der Logistik der russischen Streitkräfte spielt.
Angriffe auf die Erdölraffinerie-Industrie
Am 29. und 30. Juli griffen ukrainische Soldaten das Erdölraffinerie-Werk „Lukoil-Permnefteorgsintez“ in Perm an. Laut Quellen wurde ein direkter Treffer und ein Brand auf dem Gelände des Unternehmens registriert.
Dieses Werk ist eines der größten in Russland und verarbeitet jährlich etwa 13 Millionen Tonnen Erdöl. Seine Produkte, einschließlich Kraftstoff und Flugbenzin, werden aktiv vom russischen militärisch-industriellen Komplex und der Armee genutzt. Ein Angriff auf ein solches Objekt verursacht schwerwiegende Störungen in der Logistik und Versorgung der russischen Truppen.
Weitere getroffene Ziele
Die Verteidigungskräfte der Ukraine haben auch den Truppenübungsplatz „Primorski Posad“ auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Oblast Saporischschja getroffen. Darüber hinaus griffen Drohnen eine russische Schnellbootbasis, Tanker im Schwarzen und Asowschen Meer sowie fünf Elemente des feindlichen Luftabwehrsystems an.
Diese Maßnahmen zeigen, dass die Ukraine weiterhin Langstreichmittel aktiv einsetzt, um strategische Objekte des Gegners anzugreifen, mit dem Ziel, sein militärisches Potenzial zu schwächen und wirtschaftlichen Schaden zuzufügen.