Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass Kiew weiterhin aktiv an einem eigenen ballistischen Raketenprogramm arbeitet. Nach Angaben des Staatsoberhaupts können die ersten Ergebnisse dieser Entwicklungen bereits als erfolgreich betrachtet werden, wobei die Details vorerst der breiten Öffentlichkeit vorenthalten bleiben.

„Wir arbeiten auch an ballistischen Raketen. Wir haben bereits gute Ergebnisse. Wir sprechen nicht sehr viel darüber, da wir sie noch testen', betonte Selenskyj in einem Interview, das von der Nachrichtenagentur BFMTV übertragen wurde.

Priorität: Selbstverteidigung und die Rolle als „Mauer“ für Europa

Der ukrainische Staatschef definierte das Hauptziel der Entwicklung neuer Waffen als Selbstverteidigung. Gleichzeitig betonte er, dass die Ukraine faktisch nicht nur als Schutzschild für die eigene Bevölkerung, sondern auch für die Verbündeten in Europa fungiert.

Nach Ansicht von Selenskyj ist das Land zu einer Art „Mauer“ geworden, die Russland von der freien Welt trennt. Diese Rolle erfordert von Kiew eine ständige Steigerung des militärischen Potenzials und der technologischen Souveränität.

Wachsende Stärke der Armee und Lokalisierung der Produktion

Beim Eintritt in das fünfte Jahr des Krieges gegen die Besatzer ist die Ukraine, so der Präsident, deutlich stärker geworden. Ein Schlüsselfaktor für dieses Wachstum war die Massenproduktion eigener Waffen. Selenskyj erklärte, dass die ukrainische Armee trotz extrem schwieriger Kampfbedingungen derzeit zu den stärksten der Welt zählt.

Kiew ist auf einen vollständigen Produktionszyklus für kritisch wichtige Technik umgestiegen. Zu den inländisch hergestellten Produkten gehören:

  • Unbemannte Fluggeräte (Drohnen);
  • Artilleriesysteme;
  • Panzerfahrzeuge;
  • 155-Millimeter-Kanonen.

Verlust der Initiative durch den Gegner

Selenskyj bestätigte, dass Russland tatsächlich die strategische Initiative auf dem Schlachtfeld verloren hat. Er warnte jedoch davor, dass dies noch nicht den endgültigen Sieg über den Gegner bedeutet; der Ukraine steht daher noch viel Arbeit bevor, um einen vollständigen Sieg zu erringen.

Um die Härte des Konflikts zu untermauern, nannte der Präsident konkrete Zahlen zu den Verlusten des Gegners: „Sie haben 150.000 Soldaten auf 50 Kilometern verloren. Das ist echter Krieg“.