Auf dem IX. Internationalen Veteranenforum kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Start eines neuen staatlichen Programms zur Unterstützung von Veteranen an. Nach seinen Worten besteht die Hauptaufgabe der Regierung darin, Änderungen zu entwickeln, die staatliche und lokale Ressourcen auf eine effektive und zielgerichtete Hilfe für Beschützer nach ihrer Rückkehr in das zivile Leben lenken. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf die Rede des Staatsoberhaupts.
Das Wesen der Initiative: gezielte Lenkung der Ressourcen
Selenskyj betonte, dass die Unterstützung nicht auf formalen Verfahren, sondern auf den tatsächlichen Bedürfnissen der Soldaten basieren sollte, die in die Gesellschaft zurückkehren. Der Präsident stellte dem Ministerium für Veteranenangelegenheiten ein konkretes Ziel: die staatlichen Ressourcen effektiv zu lenken und die Ressourcen der Gemeinden zu koordinieren. „Es ist notwendig, die staatlichen Ressourcen effektiv zu lenken und die Ressourcen der Gemeinden zu koordinieren. Ich rechne genau damit als eines der Hauptziele des Ministeriums für Veteranenangelegenheiten', so Selenskyj.
Die Rolle von Veteranengemeinschaften und Pflegschaftsdiensten
Ein besonderes Augenmerk legte das Staatsoberhaupt darauf, dass die größte Unterstützung für die Beschützer oft nicht staatliche Institutionen oder formelle Begleitfachkräfte sind, sondern die Waffenbrüder selbst. „Oft ist es nicht der Staat mit seinem Potenzial und seinen Ressourcen, der der größte Helfer eines Veteranen ist, nicht die Gemeinde und nicht einmal derjenige, der formal als Veteranenhelfer in der Gesellschaft oder als Begleitfachkraft in einem zivilen Krankenhaus bezeichnet wird, sondern nur ein anderer Veteran, ein effektiver Pflegschaftsdienst der Brigade oder die gesamte Brigade', betonte Selenskyj. Infolgedessen soll das neue Programm auf bereits funktionierenden informellen Mechanismen der gegenseitigen Hilfe innerhalb von Brigaden und Veteranengemeinschaften basieren.
Fristen: Programm der Änderungen zum Fest der Schutzengel
Der Präsident setzte eine klare Frist für die Regierung: Das entsprechende Programm der Änderungen muss bis zum Fest der Schutzengel (14. Oktober) vorbereitet und vorgestellt werden. Das bedeutet, dass das Kabinett der Minister in den kommenden Wochen einen Paket von Vorschlägen zur Umverteilung von Haushalts- und kommunalen Mitteln zugunsten des Veteranensektors erstellen muss. Die Formulierung „vorbereiten und vorstellen' deutet darauf hin, dass es sich um eine öffentliche Präsentation des Dokuments handelt und nicht um seine sofortige Annahme.
Kontext: Nationaler Pantheon und Gedächtnispolitik
Anlässlich der Ankündigung des Unterstützungsprogramms erinnerte Selenskyj auch an das Schicksal des Ukrainischen Nationalen Pantheons. Nach seinen Worten wird der Gedenkkomplex auf jeden Fall errichtet, und die Entscheidung über die Verewigung des Andenkens herausragender Persönlichkeiten wird ausschließlich vom ukrainischen Volk getroffen. Die rechtliche Grundlage für das Projekt wurde bereits geschaffen: Am 1. Juli 2026 unterstützte die Werchowna Rada die Gründung des Ukrainischen Nationalen Pantheons insgesamt. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass für die vollständige Umsetzung des Gedenkkomplexes noch mehrere wichtige legislative und organisatorische Schritte vor uns liegen.
Regionaler Kontext: Veteranenstrukturen vor Ort
Die Initiative des Präsidenten passt in den breiteren Trend zur Institutionalisierung der Veteranenpolitik auf regionaler Ebene. So hat der Rat der Veteranen in der städtischen Militärverwaltung von Mariupol seine Arbeit aufgenommen, was die Bildung lokaler Strukturen zur Begleitung der Beschützer demonstriert. Genau solche kommunalen und städtischen Mechanismen sollten, nach der Logik der Erklärung von Selenskyj, Teil eines einheitlichen Systems werden, das auf staatlicher Ebene im Rahmen des neuen Programms koordiniert werden muss.