Wolodymyr Selenskyj hat die wichtigsten Gründe für die personellen Umstrukturierungen im Verteidigungsministerium der Ukraine dargelegt. Der Präsident erklärte, dass der ehemalige Innenminister Igor Klimenko das Potenzial besitzt, systemische Probleme im Bereich der Mobilisierung und der Versorgung der Armee zu lösen. Dies teilte er während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in Kiew mit.

Prioritäten des neuen Ministers

Laut Selenskyj wird die Ernennung Klimenkos durch die Notwendigkeit diktiert, die Arbeit der Armee und des Verteidigungsministeriums zu synchronisieren. Der Präsident legte besonderen Wert auf die Reform der territorialen Rekrutierungszentren (TCC).

„Die Frage der Mobilisierung ist komplex und muss von allen angegangen werden – sowohl von der Armee als auch von der Regierung', betonte der Staatsoberhaupt. Selenskyj drückte sein Vertrauen aus, dass Klimenko die sogenannten „schändlichen Momente der Bürokratisierung' beseitigen und eine effektive Versorgung der Streitkräfte gewährleisten kann.

Status der Ernennung und Rücktritt von Fedorow

Trotz der öffentlichen Erklärungen präzisierte Selenskyj, dass die offiziellen Dokumente zur Ernennung des neuen Verteidigungsministers und des Außenministers noch nicht an die Werchowna Rada eingereicht wurden.

Zuvor hatte der Präsident die Entlassung von Mychajlo Fedorow vom Posten des Verteidigungsministers angekündigt. Als einen der Gründe für den Führungswechsel nannte Selenskyj unterschiedliche Vorstellungen über die Kriegsführung zwischen Fedorow und dem Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj. Der Präsident betonte jedoch, dass Fedorow im Team bleiben wird, obwohl die Details seiner neuen Rolle nicht offengelegt wurden.