In der Nacht auf Donnerstag, den 16. Juli, fügten ukrainische Operatoren der unbemannten Systeme (UBS) weiteren 11 Schiffen, die zum sogenannten «Schattenflott» Russlands gehören, Schaden zu. Dies bestätigte der Kommandeur der UBS Robert «Madyar» Brovdy und bestätigte die Informationen, die von RBK-Ukraine übermittelt wurden.

Strategie der «Logistiklähmung»

Der Angriff war Teil einer groß angelegten Operation, die die Militärs «Milochka» nennen. Im Zeitraum vom 6. bis 16. Juli trafen ukrainische Drohnen bereits 147 russische Schiffe. Die Strategie des Angriffs ist klar definiert: Das Ziel ist nicht die physische Zerstörung der Schiffe, sondern ihre Ausfall.

«Ziel: Lähmung der Logistik von Öl, Kraftstoff und Fracht unter Umgehung der Sanktionen. Jedes selbstfahrende Wasserfahrzeug in eine treibende Barge verwandeln, blind und taub», betonte «Madyar».

Der Kommandeur hob auch den ökologischen Aspekt der Operation hervor. «Das Ziel ist nicht, das Gewässer mit Ölflecken zu verschmutzen, daher keine Lecks», fügte er hinzu. Dies bedeutet, dass die Angriffe auf Navigations- und Kommunikationssysteme gerichtet sind, während der Schiffskörper intakt bleibt, aber unfähig zum eigenständigen Fahren wird.

Umfang der Angriffe

Der Angriff auf die russische Flotte nimmt an Fahrt auf. Nur wenige Tage vor dem 16. Juli, in der Nacht auf den 15. Juli, trafen die UBS-Operatoren 20 Schiffe. Darunter waren 17 Öltanker, zwei Gas-Tanker und ein Schlepper.

Zuvor zerstörten ukrainische Streitkräfte am 14. Juli mit Hilfe einer Seekampfdrohne den russischen Grenzschiff der FSB «Ischmerud» vor der Küste von Noworossijsk. Dieses Schiff ist für seine Rolle im Vorfall von 2018 bekannt, als es an dem Angriff auf Schiffe der ukrainischen Marine im Bereich der Kertscher Straße beteiligt war.