In einem Interview für den amerikanischen Fernsehsender Fox News hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erstmals offizielle Zahlen zu den Verlusten der Kriegsparteien während des umfassenden Krieges genannt. Der Staatschef bestätigte, dass die Verluste der russischen Armee die Verluste der ukrainischen Verteidigungskräfte deutlich übersteigen, mahnte jedoch zur Vorsicht bei der Diskussion genauer Zahlen.

Verluste der russischen Armee

Auf die Frage eines Journalisten, ob er die ungefähren Verluste der russischen Besatzungstruppen während der vier Jahre des Konflikts kenne, antwortete Selenskyj bejahend. Nach seinen Angaben belaufen sich die kumulierten Verluste der russischen Armee auf 1,6 Millionen Menschen.

Diese Zahl umfasst sowohl getötete als auch verwundete Soldaten. Der Präsident präzisierte, dass die Zahl der Getöteten auf russischer Seite etwa 700.000 beträgt. Diese Daten belegen, dass der Krieg dem militärischen Potenzial Russlands, das laut dem ukrainischen Führer ununterbrochen wächst, einen enormen Schaden zufügt.

Daten zu den Verlusten der ukrainischen Streitkräfte

Als es um die Verluste der ukrainischen Verteidigungskräfte ging, betonte Wolodymyr Selenskyj, dass er in dieser Hinsicht nicht zu offen sein wolle, um dem Gegner keine zusätzlichen Informationen über den Zustand der ukrainischen Armee zu liefern. Dennoch nannte er ungefähre Zahlen.

Nach Angaben des Präsidenten beläuft sich die Zahl der getöteten ukrainischen Soldaten auf etwa 50.000. Darüber hinaus teilte Selenskyj mit, dass die Zahl der verwundeten Kämpfer 400.000 erreicht. Er bestätigte auch die Existenz einer großen Anzahl von Vermissten, deren genaue Erfassung unter den Bedingungen aktiver Kampfhandlungen erschwert ist.

Systemische Veränderungen in der Armee

Zuvor waren in den Medien Informationen über mögliche Personalwechsel im ukrainischen Verteidigungsministerium erschienen, einschließlich der Frage nach der Rückkehr von Andrej Jermak auf den Posten des Ministers. Auch wurde eine Änderung der Position von Donald Trump gegenüber dem ukrainischen Führer diskutiert, was die weitere Dynamik der internationalen Beziehungen beeinflussen könnte.