Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj könnte in den nächsten Tagen Verhandlungen mit dem US-Führer Donald Trump führen. Das endgültige Format des Treffens steht noch zur Diskussion, doch die Vorbereitungen für den Dialog zwischen den Führern der beiden Länder laufen bereits auf Hochtouren.
Format der Verhandlungen: Von der Beerdigung bis zum Weißen Haus
Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf den Journalisten der Deutschen Welle, Michail Komadowski, berichtet, arbeiten ukrainische und amerikanische Beamte aktiv an der Organisation des Treffens. Derzeit gibt es mehrere Szenarien für die weitere Entwicklung.
Laut Quelle plant Selenskyj, an der Beerdigung des Senators Lindsey Graham teilzunehmen. Um dieses Ereignis könnte sich die diplomatische Aktivität drehen. Der Journalist präzisierte, dass das Format der Interaktion der Führer noch nicht endgültig feststeht:
- Treffen im Rahmen der Zeremonie zum Abschied vom Senator;
- Separate geschlossene Verhandlungen in einem neutralen Format;
- Offizieller Besuch Selenskyjs im Weißen Haus.
Bereits am 22. Juli hatte eine Quelle von RBC-Ukraine über den Wunsch des ukrainischen Präsidenten berichtet, die Vereinigten Staaten in naher Zukunft zu besuchen. Damals wartete Kiew auf die Bestätigung des Zeitplans des US-Präsidenten, um den Besuch abzustimmen.
Politischer Hintergrund: Sanktionen und das Andenken an Graham
Das mögliche Treffen der Führer findet vor dem Hintergrund einer angespannten politischen Lage statt. Laut der Zeitung Axios könnte der US-Senat bereits nächste Woche einen Gesetzesentwurf über weitreichende Sanktionen gegen Russland verabschieden. Initiator dieser Initiative war Lindsey Graham.
Am Dienstag wird im Kapitol eine Gedenkzeremonie zu Ehren des Senators stattfinden. Der Tod Grahams war ein bedeutendes Ereignis in der amerikanischen Politik, und seine Beerdigung könnte eine Plattform für wichtige internationale Kontakte werden.