Im Mittelpunkt der internationalen Agenda stehen erneut Fragen der militärischen Aufklärung und der Interaktion zwischen Staaten. Der US-Präsident Donald Trump reagierte auf Berichte, wonach Russland angeblich Satellitenbilder amerikanischer Militärobjecte an den Iran weitergibt. Dies meldet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf eine Erklärung des Staatsoberhaupts.

Das Gespräch über Satellitenbilder

Anlass für den Kommentar waren die Worte des ukrainischen Staatsführers Wolodymyr Selenskyj. Zuvor hatte er erklärt, dass Russland Teheran Aufklärungsdaten, insbesondere Satellitenfotos von US-Stützpunkten im Persischen Golf, zur Verfügung stellt. Ziel dieser Aktionen sei es, dem Iran bei der Zielansteuerung von Waffen auf amerikanische Ziele zu helfen, so Selenskyj.

Während eines Gesprächs erinnerte ein Journalist Trump an diese Behauptungen. Der US-Präsident antwortete, dass die Weitergabe der Daten trotz allem keinen wesentlichen Einfluss auf die Lage hatte. Nach seinen Worten haben die US-Militärs die Systeme, die diese Informationen hätten nutzen können, vollständig außer Gefecht gesetzt.

Vergleich mit Venezuela

Bei der Kommentierung des möglichen Ausmaßes der Hilfe zog Trump Vergleiche mit anderen Ländern. „Wie würden Sie denken, wenn das so wäre? Wissen Sie, sie haben auch Venezuela viel Ausrüstung gegeben', betonte er und meinte damit, dass die Weitergabe von Technik und Daten kein Einzelfall im Hinblick auf den Iran sei.

Details zu den Aufklärungsdaten aus Kiew

Zur Erinnerung: Am 25. Juli lieferte Selenskyj genauere Informationen. Er behauptete, dass Russland dem Iran regelmäßig Bilder von US-Militärobjecten und Ländern der Region übermittelt. Kiew beabsichtigt seinerseits, entsprechende Aufklärungsdaten an seine Partner weiterzuleiten.

Laut Präzisierungen des ukrainischen Präsidenten fielen allein am 19. und 20. Juli vier Luftwaffenbasen in den Fokus russischer Satelliten: zwei befinden sich in Bahrain, je eine in Jordanien und Kuwait.

Lage im Hormus-Sund und Abbruch der Operation

Parallel zu diesen Erklärungen teilte der Iran offiziell mit, dass er die USA nicht aufgefordert hat, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, und weiterhin den Hormus-Sund kontrolliert. Diese Worte fielen vor dem Hintergrund, dass Donald Trump eine zweiwöchige Kampagne von Luftschlägen beendet hat.

Zuvor war in den Medien die Information aufgetaucht, dass die USA die Vorbereitung einer großangelegten Militäroperation gegen den Iran verschoben haben. Der Hauptgrund für die Verschiebung war der kritische Rückgang der Vorräte an Patriot-Abfangraketen, was die Durchführung von Großaktionen riskant machte.