US-Präsident Donald Trump hat bei einer kürzlichen Rede eine harte Haltung gegenüber dem iranischen Atomprogramm bezogen. Vor dem Hintergrund laufender Friedensverhandlungen warnte der Staatschef, dass die Frage der Zerstörung der wichtigsten Atomanlage im Iran – des Bergs Picax – militärisch gelöst werden könnte, wenn die Diplomatie zu keinem Ergebnis führt.

Ein „kleines Problem“ für die USA

Trump bezeichnete die Situation rund um die Atomanlage als „kleines Problem“ für die amerikanische Seite. Er betonte, dass die USA dank ihrer Weltraumstreitkräfte über die fortschrittlichsten Kameras der Welt verfügen, die die Lage im Iran ständig überwachen. „Wir wissen genau, was auf dem Berg Picax vor sich geht“, erklärte der Präsident.

Seinen Worten zufolge sind die USA bereit, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, falls keine Vereinbarung mit Teheran erzielt wird. „Wir werden Picax zerstören müssen, wenn wir keine Vereinbarung treffen. Wir können das sehr leicht schaffen“, fügte Trump hinzu.

Druck seitens Israels

In seiner Rede sprach Trump auch die Rolle des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in dieser Angelegenheit an. Er merkte an, dass der israelische Führer ihn häufig daran erinnert, Maßnahmen gegen das iranische Atomprogramm zu ergreifen. „Bibi sagt mir das, weil er möchte, dass ich engagiert bleibe“, erläuterte der US-Präsident.

Trump betonte, dass die Entscheidung über militärische Aktionen ausschließlich auf Grundlage der Interessen der USA getroffen werden müsse und nicht unter Druck von Verbündeten.

Steigende Spannungen

Trumps Aussagen kommen vor dem Hintergrund einer Eskalation der Spannungen in der Region. Im Juli wurde bekannt, dass die US-Regierung nach einer Reihe von Briefings mit hochrangigen Beamten dazu neigt, Militäroperationen gegen den Iran auszuweiten.

Vom 15. Juli bis in die Nacht zum 16. Juli führten die USA zwei Angriffsserien gegen den Iran durch. Ziel waren verschiedene militärische Einrichtungen in Teheran, darunter ein Tanker. Im Juni hatte das Pentagon einen Plan für eine Spezialoperation entwickelt, die darauf abzielte, Vorräte an angereichertem Uran an geschützten iranischen Atomstandorten zu beschlagnahmen oder zu zerstören.

Derzeit liegt der Fokus auf den Ergebnissen der Friedensverhandlungen. Ihr Ausgang wird bestimmen, ob die Frage der iranischen Atomanlage im diplomatischen Rahmen bleibt oder in einen militärischen Konflikt übergeht.