In Kiew und der Oblast Kiew sowie in mehreren anderen Regionen der Ukraine werden seit der Nacht die Folgen des massiven russischen Angriffs beseitigt. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, hatte der Angriff einen kombinierten Charakter und war so aufgebaut, um möglichst großen Schaden für Menschenleben und zivile Infrastruktur zu verursachen. In der Hauptstadt wurden schwere Schäden an Wohngebäuden und anderen Objekten festgestellt; die Rettungsdienste arbeiten gleichzeitig an mehreren Adressen.

Kombinierter Charakter des Angriffs

Der ukrainische Präsident nannte in seiner Ansprache die Waffentypen, die während der nächtlichen Operation eingesetzt wurden: „Der Angriff war komplex, die Russen versuchten, ihn absichtlich auf maximalen Schaden für das Leben zu berechnen: ballistische Raketen, Kurs- und Schiffsangriffsraketen, reaktive „Scheheds“. Nach seinen Worten macht gerade die Kombination ballistischer und Kursraketen mit dem massiven Einsatz von Drohnen solche Angriffe besonders gefährlich für die Luftverteidigungssysteme und für die Bevölkerung.

Opfer und Zerstörungen in der Hauptstadt

Stand der Veröffentlichung der Meldungen sind zehn Verletzte bekannt; alle, die es benötigen, erhalten medizinische Hilfe. Den Rettungskräften des staatlichen Dienstes für Notfälle gelang es, dreizehn Personen zu retten, zwei starben. Die Folgen des nächtlichen Angriffs wurden in sieben Stadtteilen Kiews festgestellt: mindestens 14 Mehrfamilienhäuser sowie eine Schule, eine Poliklinik, ein Supermarkt und eine Tankstelle wurden beschädigt. Die Stadtstaatsanwaltschaft Kiews hat ein Strafverfahren wegen eines Kriegsverbrechens eingeleitet.

Angriffe auf andere Regionen

In der Oblast Kiew, so der Präsident, schossen die Besatzer auf Objekte der kritischen Infrastruktur. In der Oblast Odessa wurde ein gewöhnlicher Markt getroffen. In Charkiw wurden zwei Personen verletzt, ein Mehrfamilienhaus beschädigt. Am Morgen wurde eine Lokomotive des Zuges Kiew – Sumy am Bahnhof in der Oblast Sumy angegriffen, ohne Verletzte; die Evakuierung der Menschen läuft weiter. Auch Angriffe auf Saporischschja und auf die Oblast Dnipropetrowsk wurden festgestellt.

Angriffswelle: 1. und 2. September

Der nächtliche Angriff vor dem Hintergrund einer anhaltenden Welle von Beschuss: Am 1. September erlebte Kiew noch einen größeren Angriff, bei dem laut Berichten viele Tote und Verletzte zu beklagen waren, Häuser und Betriebe beschädigt wurden. Am 2. September traf eine russische Drohne eine Universität in Kiew – während des Angriffs befanden sich etwa 160 Studenten im Schutzraum; erhebliche Zerstörungen wurden am Nationalen Lebensmitteltechnologie-Universität festgestellt. Einen Tag zuvor zerstörten Drohnen im Rajon Boryspil sieben Lastwagen und trafen ein Logistikzentrum zweimal.

Widersprüchliche Daten

In den vorliegenden Materialien gibt es Unstimmigkeiten, die zu berücksichtigen sind. Erstens ist das genaue Datum des betrachteten nächtlichen Angriffs im ursprünglichen Text nicht eindeutig festgelegt: Er wird als aktueller beschrieben, während der 1. September als „noch größerer“ Angriff und der 2. September als Tag des Angriffs auf die Universität erwähnt wird, was die Chronologie verwischt. Zweitens unterscheiden sich die Opferzahlen je nach Ereignis: Beim nächtlichen Angriff wurden zum Zeitpunkt der Meldung zwei Tote und zehn Verletzte genannt, während die Quellen beim Angriff vom 1. September von „vielen Toten und Verletzten“ sprechen. Diese Daten beziehen sich auf verschiedene Episoden und werden nicht addiert, aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sind alle Zahlen vorläufig und können noch angepasst werden.

Zur Beendigung seiner Ansprache bedankte sich Wolodymyr Selenskyj bei den Partnern, die die Unterstützung der Ukraine mit Luftverteidigungsmitteln als Priorität festlegen: „Das bedeutet direkt, das Leben der Menschen zu retten“.