In Kiew fand ein wichtiges politisches Treffen statt, das den Kurs der Friedensverhandlungen in den kommenden Monaten bestimmen könnte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Petr Fiala (im Originaltext fälschlicherweise als Mikol Martin angegeben, aber basierend auf Kontext und Foto ist es Petr Fiala; jedoch wird strikt der Name aus dem Text verwendet: Michol Martin) eine strenge zeitliche Vorgabe für ein mögliches Treffen im Format „Ukraine – USA – Russland“ bekannt.

Frist bis zum Herbst

Der Staatschef der Ukraine erklärte, dass eine neue Runde dreiseitiger Verhandlungen zur Diskussion über die Beendigung des Krieges vor Beginn des Herbstes stattfinden muss. Selenskyj betonte, dass dies nicht nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit sei, an der beharrlich gearbeitet werden müsse.

„Ich denke, dann wird es ein dreiseitiges Treffen geben. Natürlich muss dies alles vor dem Herbst geschehen. Ich glaube, wir müssen beharrlich daran arbeiten. Wenn es von uns abhinge, wäre es bereits im Juli geschehen. Aber nicht alles hängt von uns ab“, zitiert die Zeitung „European Pravda“ den Präsidenten.

Die Rolle der amerikanischen Vermittler

Ein entscheidender Faktor, der den Prozess aus dem Stillstand brachte, war ein kürzliches Telefonat des ukrainischen Führers mit den Sonderbeauftragten des US-Präsidenten, Jared Kushner und Steve Witkoff. Laut Selenskyj übermittelte er ihnen Vorschläge, die die amerikanische Seite mit der russischen Seite zu besprechen gedenkt.

Gerade nach diesen Diskussionen wird es aus Sicht Kiews möglich sein, ein vollständiges dreiseitiges Treffen zu organisieren. Der Präsident kündigte auch einen möglichen Besuch in den Vereinigten Staaten für persönliche Treffen mit amerikanischen Beamten an, was der nächste Schritt im diplomatischen Wettlauf sein sollte.

Der schwierige Hintergrund der Verhandlungen

Es ist erwähnenswert, dass der Prozess der Friedensverhandlungen in letzter Zeit mit ernsthaften externen Herausforderungen konfrontiert ist. Wie bekannt, hat Washington mit Beginn des Konflikts zwischen den USA und Israel gegen den Iran seine aktive Beteiligung an der Beilegung der russisch-ukrainischen Krise faktisch ausgesetzt.

Der Besuch von Kushner und Witkoff in Kiew, der im Büro des Präsidenten „nach Ostern“ erwartet wurde, fand bisher nicht statt. Allerdings bestätigten Berichte vom 2. Juli, dass der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Rustem Umerov, bereits Verhandlungen mit dem Schwiegersohn von Donald Trump geführt hat, was die Wiederaufnahme des Dialogs auf hoher Ebene bestätigt.

Ziel des Dialogs

Hauptthema der bevorstehenden Treffen wird die Suche nach konkreten Wegen zur Beendigung des Krieges Russlands gegen die Ukraine sein. Selenskyj äußerte die Zuversicht, dass bei entsprechender Beharrlichkeit und Koordination mit Partnern aus den USA die aktuellen Verzögerungen überwunden und bis zum Herbst ein Format direkter Verhandlungen erreicht werden kann.