Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete das kurze Treffen mit Donald Trump im Vatikan als historischen Wendepunkt in ihrem Dialog. Dies erklärte der ukrainische Staatschef in einem Interview mit der amerikanischen Bloggerin Laura Loomer, wie RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Veröffentlichung von Trump auf Truth Social berichtet.
Vom Konflikt zum Dialog
Das Treffen fand im April 2025 in Rom statt. Selenskyj gab zu, dass das Gesprächsformat äußerst knapp war – nur 15 bis 20 Minuten –, doch genau dieser kurze Zeitraum ermöglichte eine radikale Veränderung der Beziehungen zwischen den beiden Führern.
„Es war ein kurzes Treffen, aber ich habe immer gesagt, dass dies meiner Meinung nach ein historischer Moment war, denn in 15 bis 20 Minuten haben wir unsere Beziehungen verändert“, betonte Selenskyj.
Als Schlüsselfaktor für den Erfolg nannte der ukrainische Präsident das vertrauensvolle Format des tête-à-tête. Nach seinen Worten ermöglichte gerade die Möglichkeit, ohne Vermittler zu sprechen, dass man nach einem zuvor stattgefundenen schweren Konflikt wieder eine gemeinsame Sprache fand.
Das Echo des Skandals im Weißen Haus
Während des Interviews erinnerte Loomer Selenskyj an den großen Vorfall im Februar 2025 im Oval Office. Damals schlug der US-Vizepräsident JD Vance dem ukrainischen Führer vor, der Diplomatie eine Chance zu geben, um den Krieg zu beenden, woraufhin Selenskyj ablehnte und seine Position mit der Unmöglichkeit eines solchen Szenarios begründete.
Gerade nach diesem Vorfall waren die Beziehungen zwischen den Führern angespannt. Die Journalistin fragte den ukrainischen Präsidenten, wie es ihm gelungen war, den Kontakt zu seinem früheren Widersacher nach dem Skandal im Weißen Haus wiederherzustellen.
Selenskyj antwortete, dass genau das vatikanische Treffen die Brücke war, die den Übergang von der Konfrontation zur Zusammenarbeit ermöglichte. „Ich bin sehr glücklich, denn von solchen Beziehungen und einem solchen Dialog hängt das Leben sehr vieler Menschen ab“, betonte der Staatsoberhaupt.
Neue Schritte in den Verhandlungen
Auf dem Hintergrund der Wiederherstellung des Dialogs mit der amerikanischen Seite bestätigte Selenskyj die Absicht, die USA in naher Zukunft zu besuchen. Kurz vor dieser Erklärung führte der ukrainische Führer ein Gespräch mit den Sonderbeauftragten von Donald Trump – Steve Witkoff und Jared Kushner.
Auch wurde bekannt, dass in Washington mehrere neue Ideen für die Durchführung von Verhandlungen mit Russland entwickelt wurden. Diese Initiativen könnten die Grundlage für die nächste Phase diplomatischer Bemühungen zur Beilegung des Konflikts bilden.