Die Lage an der Südfront hat sich verschärft. Russland hat sieben strategische Bomber vom Typ Tu-22M3 verlegt und eine mächtige Gruppe gebildet, um Angriffe auf ukrainisches Territorium durchzuführen. Laut Überwachungsdaten besteht die größte Bedrohung weiterhin für Odessa und die umliegenden Regionen.
Massiver Luftwaffenumschlag
Am Mittwoch, dem 15. Juli, registrierte der Überwachungskanal єРадар den Start von vier Langstreckenbombern vom Typ Tu-22M3 vom Flugfeld „Olenja“. Die Flugzeuge flogen zur Basis „Engels“. Zwei weitere Flugzeuge dieses Typs wurden am Vortag auf das Flugfeld „Djagilewo" verlegt. Derzeit stehen der russischen Luftwaffe sieben einsatzbereite Raketenflugzeuge zur Verfügung.
Angriffe auf Odessa
Odessa befindet sich im Epizentrum der Gefahr. Am Abend des 14. Juli wurden im Stadt explosionsartige Geräusche registriert und Treffer an der Infrastruktur verzeichnet. Der Leiter der städtischen Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lysak, berichtete, dass es damals keine Verletzten gab, jedoch wurden Fenster durch die Druckwelle eingedrückt.
Am Morgen des 15. Juli verschlechterte sich die Lage. Im Stadtgebiet gab es eine Serie von Explosionen, die Berichten über den Einsatz von gelenkten Luft-Luft-Raketen vorausgingen. Infolge des Angriffs wurde ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt. Drei Menschen starben, mindestens drei weitere wurden verletzt. Rettungskräfte befreiten drei Bewohner aus den Trümmern, darunter zwei Kinder.
Technische Schwierigkeiten bei der Warnung
Der kombinierte Raketen- und Drohnenangriff auf die Oblast Odessa dauert bereits den fünften Tag. Der Berater des Verteidigungsministeriums Serhij Beskrestnow („Flash“) erklärte, dass die Ukraine Daten über den Start ballistischer Raketen von Partnern erhält, hauptsächlich dank Satellitenbeobachtung.
Das Hauptproblem ist die Zeit. Eine Rakete erreicht Kiew in nur 2–4 Minuten. In diesem kurzen Zeitraum müssen die Daten empfangen, verarbeitet werden und die Alarmierung erfolgen. Jeder technische Fehler kann zu einer kritischen Verzögerung der Warnung führen. Gleichzeitig werden auch Fehlalarme registriert: Satelliten sehen die Vorbereitung auf einen Start, doch die Rakete startet möglicherweise nicht.