Die Lage im Schwarzen Meer bleibt angespannt. Die Zahl der Todesopfer infolge des russischen Angriffs auf ein ziviles Handelsschiff in der Nähe von Odessa ist auf 10 Personen gestiegen. Die tödlichen Folgen des Angriffs nehmen weiter zu, trotz der heldenhaften Bemühungen der Rettungskräfte.

Details der Tragödie

RBC-Ukraine bestätigte unter Berufung auf die Verwaltung der Seehäfen der Ukraine (AMPU) die erschreckenden Verluste. Russische Streitkräfte griffen ein Frachtschiff an, das unter der Flagge von Guinea-Bissau fuhr. Das Schiff befand sich in Fahrt und verließ den ukrainischen Hafen nach der Beladung mit Getreide – Mais.

An Bord des betroffenen Schiffes befanden sich 17 Personen. Die Besatzung bestand aus Staatsbürgern Syriens und Indiens. Zusammen mit den Seeleuten befand sich ein Lotsen des Zweigs „Delta-Lotsen“ an Bord, der Teil des staatlichen Unternehmens AMPU ist. Genau diese Lotsen sorgen für die sichere Ausfahrt von Schiffen aus den Hafengebieten, und ihre Anwesenheit an Bord unterstreicht den zivilen Charakter der Mission.

Kampf gegen das Feuer

Die Rettungsoperationen dauerten die ganze Nacht an. Das Feuer an Bord des Schiffes konnte eingedämmt werden, doch der Preis des Sieges war zu hoch. Obwohl die Flammen unter Kontrolle gebracht wurden, konnte nicht die gesamte Besatzung gerettet werden. Zehn Menschen kamen bei dem Angriff ums Leben.

Dies ist kein Einzelfall. Zuvor, am 19. Juli, griff Russland genau dieses Frachtschiff – das Schiff mit dem Namen GOLDEN LEO – mit drei Marschflugkörpern an. Der Angriff erfolgte, als das Schiff eine Getreideladung transportierte. Noch früher, am 17. Juli, schlug die russische Armee mit Raketen ein anderes Schiff unter der Flagge der Marshallinseln, das direkt im Hafen von Odessa lag. Dabei wurden vier Besatzungsmitglieder verletzt, und auch an diesem Schiff brach ein Feuer aus.