Die ungarischen Behörden haben scharf und unmissverständlich auf die hochprofile Situation um den Nationalmannschaftsverteidiger Miloš Kerkez reagiert. Der Spieler geriet ins Zentrum eines Skandals, nachdem seine Daten in die Datenbank der ukrainischen Website Myrotvorets aufgenommen wurden. Dieser Vorfall sorgte in europäischen Sport- und politischen Kreisen für großes Aufsehen und veranlasste das offizielle Budapest, diplomatische Kanäle zu aktivieren.

Anita Orbán, stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Ungarns, gab eine offizielle Erklärung zu dem Fall ab. Die Leiterin des Außenministeriums betonte, dass die ungarische Regierung die öffentliche Verurteilung von Personen, deren Aufnahme in solche Listen sowie jegliche potenziellen Drohungen gegen ungarische Staatsbürger kategorisch ablehne.

Diplomatische Bemühungen und Ressourcenstatus

Der Ministerin zufolge stand sie in den letzten Tagen in ständigem Kontakt mit der ukrainischen Seite, dem ungarischen Fußballverband, Diplomaten und ausländischen Kollegen. Das Ziel dieser intensiven Konsultationen war es, zur Beilegung der Situation beizutragen und eine Eskalation zu verhindern.

Gesondert betonte Anita Orbán den rechtlichen Status der Ressource selbst. Sie erinnerte daran, dass die Website Myrotvorets keine offizielle staatliche Behörde der Ukraine ist. Darüber hinaus gebe es laut ihren Angaben keine klaren und verifizierten Informationen darüber, wer dieses Internetportal tatsächlich betreibt.

Abschließend drückte die ungarische Außenministerin beiden Fußballverbänden ihren Dank für die Zusammenarbeit aus und forderte dazu auf, den Fußball als Raum für sportlichen Wettbewerb, Einheit und gegenseitigen Respekt zu bewahren.

„Fußball muss ein Raum für den Kampf um Ergebnisse, Einheit und gegenseitigen Respekt bleiben. Danke an beide Fußballverbände für die Interaktion. Vorwärts, Ungarn! Vorwärts, Nationalmannschaft!“, fasste Orbán zusammen.