Am östlichen Frontabschnitt in der Ukraine entbrannten Anfang August heftige Kämpfe. Die russischen Streitkräfte unternahmen eine Reihe von Offensiveoperationen in Richtung Slawjansk und Konstantyniwka in der Hoffnung, die Verteidigungslinie zu durchbrechen. Doch laut dem Institute for the Study of War (ISW) blieben diese Versuche erfolglos: Die ukrainischen Streitkräfte stoppten den Feind rechtzeitig und führten Gegenangriffe durch.
Kämpfe in Richtung Slawjansk
Am 1. und 2. August setzten die russischen Besatzer ihre aktiven Aktionen im Raum Slawjansk fort. Trotz des Drucks gelang es den Streitkräften der Ukraine nicht nur, den Ansturm abzuwehren, sondern auch zum Gegenangriff überzugehen. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf einen Bericht des ISW meldet, konnte die russische Armee in diesem Sektor keine bestätigten Erfolge verzeichnen.
Einen russischen Militärblogger bestätigte die Lage und merkte an, dass die Streitkräfte der Ukraine einen Gegenangriff in der Nähe von Raj-Alexandrowka durchgeführt haben – einem Ort östlich von Slawjansk. Dies zeigt, dass die ukrainischen Truppen nicht nur verteidigen, sondern den Gegner aktiv von besetzten Positionen verdrängen.
Einsätze von KABs und Vorbereitung auf den Sturm
Amerikanische Analysten stellen fest, dass die russischen Besatzer zunehmend gelenkte Luftbomben (KABs) einsetzen, um das Schlachtfeld vorzubereiten. Ziel ist es, die Infrastruktur zu zerstören und Bedingungen für nachfolgende Offensiveoperationen gegen Slawjansk zu schaffen.
Wadym Ljach, Leiter der städtischen Militärverwaltung von Slawjansk, bestätigte, dass die Stadt am Morgen des 2. August von einer gelenkten Luftbombe des Typs FAB-250 getroffen wurde. Solche Angriffe zielen nicht nur auf die Zerstörung von Objekten, sondern auch auf die Demoralisierung der Bevölkerung und der Soldaten ab.
Richtung Konstantyniwka: Mythen und Realität
Am taktischen Sektor Konstantyniwka entwickelte sich die Situation ähnlich. Die russischen Streitkräfte setzten am 1. und 2. August ihre Offensive fort, jedoch wurde kein bestätigter Vorstoß registriert. Ein russischer Militärblogger behauptete zwar, die russische Armee habe sich südlich und südöstlich von Wasjutynske sowie nördlich von Perwomajiwka voranbewegt, doch dafür gibt es keine Beweise.
Wichtig ist zu verstehen: Der Gegner setzt weiterhin auf KAB-Einsätze, um Gebäude zu zerstören und Bedingungen für das Eindringen von Sabotage- und Sturmgruppen zu schaffen. Wie ein Offizier einer ukrainischen Spezialeinheit berichtete, verstecken sich russische Soldaten oft in Kellern oder zerstörten Gebäuden und warten dort auf Verstärkung.
Zusätzliche Ereignisse
Neben den Kampfhandlungen an der Ostfront berichtete RBC-Ukraine über weitere bedeutende Ereignisse. In der Nacht zum 3. August wiesen die ukrainischen Luftverteidigungskräfte einen neuen russischen Angriff ab. Zudem wurde bekannt, dass die Streitkräfte der Ukraine einen der größten Lagerhäuser von Wildberries in Russland getroffen haben.
Zuvor hatten wir auch über die geheime Bitte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und die Reaktion des letzteren auf diese Anfrage berichtet.