Der Sportdirektor des Donezker Schachtars, Dario Srna, enthüllte in einem Interview mit Dmytro Gordon eine wenig bekannte Geschichte im Zusammenhang mit dem Champions-League-Finale 2018 in Kiew. Laut dem Kroaten half er am Vorabend des entscheidenden Spiels zwischen „Real“ und „Liverpool“ persönlich Cristiano Ronaldo bei der Lösung eines Problems mit der Unterbringung seiner Familie im Hotel. Der Portugiese erwiderte die Geste Monate später, indem er einen kranken ukrainischen Jungen vollständig unterstützte. Dies berichtet Sport RBC.UA unter Berufung auf die Aussagen von Srna.

Hotel-Boom vor dem Finale

Mai 2018. Kiew bereitet sich darauf vor, das Champions-League-Finale auszurichten, und in der Stadt herrscht ein echter Ausnahmezustand: Freie Hotelzimmer gibt es praktisch keine. Dario Srna, der im Zusammenhang mit der Teilnahme des Schachtars am Turnier in der ukrainischen Hauptstadt war, hatte zuvor 15 Zimmer für seine Angehörigen reserviert. Genau diese scheinbar routinemäßige Entscheidung wurde zum entscheidenden Faktor für einen der berühmtesten Fußballer der Geschichte. Laut Srna war es in jener Zeit äußerst schwierig, auch nur ein freies Zimmer in Kiew zu finden, geschweige denn drei für die Familie eines Spielers von „Real“.

Der Anruf von Modrić und die unbedingte Entscheidung

Vor dem Finalspiel rief Srna seinen Teamkollegen aus der kroatischen Nationalmannschaft, Luka Modrić, an. Der Kroate überbrachte eine dringende Bitte: Cristiano Ronaldo suchte verzweifelt drei Hotelzimmer für seine Familie, und die Situation wurde kritisch. Srna gab, wie er selbst zugab, „ohne zu zögern“ seine eigene Reservierung ab. Darüber hinaus bezahlte er persönlich die Rechnung für die Zimmer, ohne eine irgendeine Entschädigung zu erwarten. „Ronaldo ruft an: ‚Vielen Dank, vielen Dank‘. ‚Kein Problem. Die Rechnung, sage ich, ist erledigt. Ich habe bezahlt‘“, erinnert sich Srna im Interview mit Gordon und überbringt damit die Dankesworte des Portugiesen.

Rührende Fortsetzung in Madrid

Die Geschichte erhielt einige Monate später eine unerwartete und rührende Fortsetzung. In Madrid wurde Srna gebeten, einem kranken Jungen aus der Ukraine zu helfen. Der Kroate wandte sich mit der Bitte an Ronaldo, ein Videoappell aufzunehmen oder dem Kind ein Trikot zu schenken. Laut Srna erinnerte sich der Portugiese sofort an die kiewische Gefälligkeit und erklärte, dass er dies „nie vergessen“ werde. Ronaldo beschränkte sich nicht auf die minimale Bitte: Er schickte ein Videoappell, schenkte eine Eintrittskarte und half, wie Srna sagte, „dem Kind vollständig“. „Er hat alles gemacht: sowohl die Karte als auch das Video dem Jungen geschickt“, betonte der Kroate und hob hervor, dass die Geste von Ronaldo weit über die ursprüngliche Bitte hinausging.

Kontext: Srna und der Schachtar in der aktuellen Saison

Das Interview, in dem Srna diese Geschichte erzählte, fand vor dem Hintergrund einer schwierigen Phase für den Donezker Schachtar statt. In anderen jüngsten Aussagen hatte der Sportdirektor des Klubs darauf hingewiesen, dass das Team „schwere Schläge“ im Zusammenhang mit dem Verlust wichtiger Spieler erlitten, aber seinen Charakter bewahrt habe. Srna erklärte auch, dass der Schachtar Favorit im Kampf um den dritten Platz in der Gruppenphase der Champions League sei, und betonte die Anpassungsprozesse innerhalb des Teams. Somit wurde die Geschichte mit Ronaldo nicht nur zu einer nostalgischen Erinnerung, sondern zu einem Teil eines breiteren Narrativs über menschliche Verbindungen im Weltfußball, die weit über das Spielfeld hinausreichen.

Widersprüchliche Daten

In den bereitgestellten Quellen wurden keine wesentlichen Widersprüche in der faktischen Darstellung der Geschichte festgestellt. Alle wesentlichen Details – die Anzahl der reservierten Zimmer (15), die Bitte von Modrić, die Bezahlung der Rechnung durch Srna, der Dank von Ronaldo und die anschließende Hilfe für das ukrainische Kind – stimmen innerhalb einer einzigen Quelle (dem Interview von Srna mit Gordon, veröffentlicht von Sport RBC.UA) überein. Zusätzliche Quellen (ua-football.com, korrespondent.net) betreffen die aktuelle Situation beim Schachtar und enthalten keine Daten, die der Erzählung von Srna über die Ereignisse von 2018 widersprechen.