Die staatlichen Prioritäten bei der Privatisierung konfiszierten Eigentums verändern sich. Das Hauptziel der Behörden ist nicht die Maximierung der Einnahmen aus dem Verkauf von Vermögenswerten sanktionierter Personen, sondern deren rascher Start und Integration in die Realwirtschaft des Landes. Dies erklärte der Leiter des Staatlichen Vermögensfonds, Dmytro Natalukha, während der Konferenz United by Mining.

Wirtschaftliche Logik sanktionierter Objekte

Laut dem SPFU-Leiter hat der Staat keinen einzigen Kopeken an Haushaltsmitteln in den Erwerb oder die Entwicklung dieser Produktionen investiert. Alle beschlagnahmten Objekte, die zuvor odösen russischen Oligarchen und dem Kreml nahestehenden Personen wie Oleg Deripaska (Rusal) oder der Familie Rotenberg gehörten, wurden dem Land durch Konfiszierung kostenlos übergeben. Genau deshalb tritt der finanzielle Gewinn in den Hintergrund und macht Platz für die Aufgabe, Arbeitsplätze zu erhalten und den ununterbrochenen Betrieb der Unternehmen wiederherzustellen.

Preissenkungsmechanismen und Beispiele für Exportbasis

Als anschauliches Beispiel für die Flexibilität des neuen Ansatzes nannte Natalukha die Situation um das Quarzitwerk Hlukhiv. Nachdem potenzielle Käufer in der ersten Auktionsphase nicht erschienen waren, wird der Wert des Vermögenswerts automatisch überprüft: Für die nächste Phase am 20. Oktober 2026 halbiert sich der Preis. Sollte die Nachfrage auch diesmal ausbleiben, sieht der Mechanismus eine weitere Verbilligung vor, bis echtes geschäftliches Interesse entsteht.

Vorteile für Investoren und Schutz vor regulatorischen Risiken

Der Erwerb solcher Vermögenswerte eröffnet Unternehmen einzigartige Möglichkeiten, zu relativ geringen Kosten fertige Produktionsanlagen mit Zugang zu internationalen Märkten zu erhalten. Der Fondsleiter erinnerte daran, dass die Quarzite des genannten Steinbruchs einen hohen Anteil an weltweit begehrtem Silizium aufweisen und die Produkte des Werks «Konotop Motordetal» traditionell exportorientiert sind. Darüber hinaus entwickelt die Behörde aktiv spezielle Mechanismen zum Schutz von Investoren vor möglichen regulatorischen Änderungen nach dem Erwerb von Bergbauvermögen.