Der Generaldirektor des United Aircraft Corporation (UAC), Wadim Badechi, erklärte in einem Interview, das im September 2026 veröffentlicht wurde, dass die Su-57 bis heute der einzige Fünfte-Generation-Jäger ist, der tatsächlich an Kampfhandlungen teilgenommen und seine Fähigkeiten gegen moderne ausländische Waffensysteme unter Beweis gestellt hat. Nach seinen Angaben nimmt der russische Jäger eine günstige Position auf dem indischen Markt ein, wo der amerikanische F-35 den Angaben des UAC zufolge derzeit nicht als Kandidat betrachtet wird. Der Generaldirektor von „Rosoboronexport“, Alexander Mikheev, betonte ebenfalls, dass die Su-57 unter realen Kampfbedingungen gegen einen Gegner mit modernen Luftverteidigungssystemen, elektronischen Kampfmitteln und Jägern erprobt wurde, und dass der Erwerb dieses Flugzeugs strategischen Partnern Russlands helfen kann, eine langfristige Luftüberlegenheit zu wahren.
Exportexpansion: von Algerien bis Iran
Laut verfügbaren Informationen erobert der Jäger Su-57 allmählich Platz auf dem internationalen Markt, und mindestens drei ausländische Abnehmer haben Aufträge für dieses Flugzeug erteilt. Algerien begann im November 2025, Su-57 zu erhalten. Im Februar 2026 wurde über die Unterzeichnung von Verträgen auf dem Nahen Osten berichtet, die nach Einschätzung von Analysten höchstwahrscheinlich mit der Lieferung von Flugzeugen an den Iran zusammenhängen. Anfang September 2026 kündigte „Rosoboronexport“ den Abschluss zusätzlicher Exportverträge über die Lieferung von Su-57 an; Kasachstan und Nordkorea werden als potenzielle Abnehmer betrachtet. Somit hatte sich bis Mitte 2026 um den russischen Jäger eine bemerkenswerte Warteschlange von Käufern auf mehreren Kontinenten gebildet.
Su-57 gegen F-35: wo liegen die echten Vorteile
Der Vergleich der Su-57 mit dem amerikanischen F-35 bleibt Gegenstand von Diskussionen. Zu den genannten Vorteilen des russischen Jägers zählen die Fähigkeit, ein breites Spektrum an „Luft-Boden“-Raketen zu integrieren und deren Kampfeinsatz, sowie eine größere Reichweite und hohe Flugeigenschaften mit Manövrierfähigkeit. Gleichzeitig haben die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Block-4-Software die Fähigkeit des F-35 beeinflusst, bestimmte Waffentypen zu integrieren, was nach Ansicht einiger Experten der Su-57 bestimmte kurzfristige offensive Möglichkeiten einräumen kann. Der F-35 behält jedoch Stärken in Bezug auf Stealth und Avionik: Das amerikanische Flugzeug ist mit einem verteilten Apertursystem ausgestattet, dem die Su-57 nicht vergleichbar ist, und wird für seine Fähigkeiten zur Aufklärung und zur Netzwerkkriegsführung hoch geschätzt.
Der chinesische J-20A als größte Herausforderung
Neben dem F-35 gilt der chinesische J-20A als ernsthafter Konkurrent für die Su-57, der derzeit als einer der weltweit führenden Jäger zur Erzielung der Luftüberlegenheit anerkannt ist, obwohl China ihn noch nicht auf dem Exportmarkt eingeführt hat. Den vorliegenden Daten zufolge kombiniert der J-20A eine große Reichweite, hoch bewertete Stealth-Fähigkeiten und den WS-15-Motor, was das chinesische Flugzeug nach Ansicht der Experten auf ein höheres Entwicklungsniveau als die russischen Äquivalente hebt. In der Aufgabe der Erzielung der Luftüberlegenheit gilt die Su-57 derzeit noch nicht als würdiger Gegner des J-20A.
Widersprüchliche Daten
Die Aussagen über die Überlegenheit der Su-57 gegenüber ausländischen Jägern bleiben umstritten. Einerseits betonen die offiziellen Vertreter des UAC und von „Rosoboronexport“, dass die Su-57 der einzige Fünfte-Generation-Jäger mit bestätigter Kampferfahrung sei und dass sie ihre Überlegenheit auf dem Schlachtfeld unter Beweis stelle. Andererseits wird die Behauptung der „Einzigartigkeit“ im Kampfeinsatz bestritten: Der amerikanische F-35 wurde ebenfalls für Kampfaufgaben auf dem Nahen Osten eingesetzt, und ein Teil der Exportverträge (insbesondere die mit dem Iran verbundenen) basiert auf Berichten und ist offiziell nicht bestätigt. Darüber hinaus erfordert die Fähigkeit der Su-57, direkt mit dem F-35 und den chinesischen J-20/J-35 zu konkurrieren, nach Einschätzung von Analysten noch eine sorgfältige Prüfung, und ein Teil der behaupteten Vorteile (Reichweite, Manövrierfähigkeit) wird bei dem russischen Flugzeug durch das Fehlen eines verteilten Apertursystems sowie durch Rückstände in der Netzwerkkriegsführung und Aufklärung kompensiert.