In Odessa entbrennt ein hochkarätiger Fall einer Serie von Terroranschlägen, die am 28. Juli verübt wurden. Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat drei Täter festgenommen, die im Auftrag russischer Geheimdienste handelten. Infolge zweier Autoplatzungen starb eine Person, zwei weitere wurden verletzt.
Zwei Explosionen an einem Tag
Die Ereignisse entwickelten sich rasch. An demselben Tag detonierten in der Stadt zwei Sprengsätze, von denen jeder sorgfältig von russischen Auftraggebern geplant worden war.
Der erste Terroranschlag zielte auf einen ukrainischen Beschützer. Die Täter waren zwei Studenten einer örtlichen Fachschule. Um den Erfolg der Operation zu garantieren, entwickelten sie ein getarntes Überwachungssystem, das es ermöglichte, den Zeitpunkt der Explosion präzise zu berechnen. Durch ein Wunder überlebte der Fahrer des Geländewagens und erlitt nur leichte Verletzungen, sein Fahrzeug wurde jedoch praktisch zerstört.
Blutiges Ende für den Taxifahrer
Der zweite Terroranschlag, der später am selben Tag stattfand, endete tragischer. Für seine Umsetzung rekrutierten russische Agenten einen lokalen Wiederholungstäter, der zuvor wegen Drogenhandels verurteilt worden war. Das Ziel der Täter war das Fahrzeug eines Zivilisten, der als Taxifahrer arbeitete.
Die forensische Untersuchung ergab, dass unter den Boden des Fahrzeugs eine improvisierte Bombe mit einer Sprengkraft von etwa 500 Gramm im TNT-Äquivalent gelegt worden war. Die Sprengladung wurde ferngesteuert gezündet, als das Fahrzeug durch die Straßen der Stadt fuhr. Der Fahrer starb sofort an seinen Verletzungen, während seine Passagierin mit schweren Verletzungen in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Jagd auf die Täter
Die Strafverfolgungsbehörden zeigten hohe operative Effizienz: Alle drei Täter wurden innerhalb von 24 Stunden nach den Straftaten aufgespürt und festgenommen.
Wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellte, hatten die russischen Agenten die Verdächtigen über Telegram-Kanäle kontaktiert, in denen diese nach "schnellem und leichtem Verdienst" suchten. Bei Durchsuchungen wurden bei den Festgenommenen Mobiltelefone und austauschbare SIM-Karten sichergestellt, die Chatverläufe und unumstößliche Beweise für die Ausführung von Aufgaben des Feindes enthielten.
Strafverfolgung
Ermittler der SBU haben den Festgenommenen bereits den Verdacht eines Terroranschlags vorgeworfen. Die Ermittlungen laufen weiter, und die ukrainischen Behörden rufen die Bürger auf, wachsam zu sein und verdächtige Jobangebote zu melden, die sich möglicherweise als Sabotageaktivitäten herausstellen könnten.