Am Morgen des 1. September 2026 griffen russische Truppen Kiew erneut mit bewaffneten Drohnen an. Infolge des feindlichen Schlags brach in einem der Mehrfamilienhäuser des Podolsky-Bezirks der Hauptstadt ein Feuer aus. Wie sich herausstellte, lebt genau in diesem Haus Barbara Kuzmenko – die Tochter des ukrainischen Musikers und Leaders der Gruppe „Skriabin“ Andrej Kuzmenko. In den sozialen Medien veröffentlichte sie die Folgen des Angriffs und berichtete über ihren Zustand sowie darüber, wie die Nachbarn nach dem „Einschlag“ leben.
Chronik des Angriffs am 1. September
Laut vorliegenden Angaben haben die russischen Truppen in den letzten Tagen die Schläge auf die Hauptstadt und die Region verstärkt und dabei Drohnen und Raketen eingesetzt. In der Nacht zum 1. September wurden infolge des Angriffs gleich fünf Bezirke Kiews getroffen – Holosijiwsky, Darnyziwsky, Dniprowsky, Swjatoschynsky und Solomjensky. Die morgendliche Welle der Drohnenangriffe führte zu einem Brand in einem 16-stöckigen Haus. Damit waren die Angriffe jedoch nicht beendet: Am Abend gingen in der Hauptstadt erneut Explosionen durch einen weiteren Anflug russischer Drohnen.
Was Barbara Kuzmenko berichtete
Barbara Kuzmenko zeigte in ihren Stories die Folgen des Einschlags auf ihr Haus und präzisierte, dass der „Einschlag“ in einen anderen Treppenaufgang traf, sodass ihre eigene Wohnung nicht beschädigt wurde. „Einschlag in mein Haus, in einen anderen Treppenaufgang. Physisch ist es bei uns alles in Ordnung. Moralisch – ohne Worte“, schrieb sie. Das Mädchen gab auch zu, an einem solchen Tag extrem schwer arbeiten zu können: „Ich weiß nicht, wie ich heute arbeite. Einfach auf Autopilot. Mit unserem Flügel des Hauses ist, Gott sei Dank, alles in Ordnung. Das Wichtigste ist, dass alle am Leben sind“.
Reaktion der Nachbarn und Zustand der Verletzten
Laut Kuzmenko wurden sie und ihre Familie physisch nicht verletzt, doch den Angriff ohne emotionale Folgen zu überstehen, gelang nicht. Die Bewohner des Hauses griffen schnell ein, um denen zu helfen, die weniger Glück hatten: So wurde für eine Bewohnerin, deren Wohnung zerstört wurde, eine „Spendenbox“ – eine Sammelaktion zur Wiederherstellung – eröffnet. Auf diese Weise konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Bewohner trotz der Zerstörungen in einem der Treppenaufgänge vor allem auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung der betroffenen Nachbarn.
Kontext: Verschärfung der Angriffe auf die Hauptstadt
Das Geschehen im Podolsky-Bezirk ist Teil des Gesamtbilds der Verschärfung der Angriffe auf Kiew Anfang September 2026. Die Kombination aus nächtlichen und tagsüberigen Schlägen sowie dem abendlichen Drohnenanflug zeigt, dass die Hauptstadt eines der Hauptziele bleibt. Für die Bewohner der Hochhäuser, einschließlich der Familie Kuzmenko, bedeuten solche Angriffe nicht nur ein Risiko für das Leben, sondern auch eine lang anhaltende emotionale Belastung, auf die die Tochter von Andrej Kuzmenko mit dem Ausdruck „moralisch – ohne Worte“ direkt Bezug nimmt.