In Moskau ereignete sich ein Vorfall, der die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erneut auf die Tragödie des Sommers 2023 lenkt. Auf dem Balkon einer Wohnung in der Flotskaja-Straße wurde Alexei Korschenko, der ehemalige Direktor des Business-Flugterminals des Flughafens Scheremetjewo, tot aufgefunden. Der 57-jährige Mann wurde laut russischen Medien am 6. Juni erhängt gefunden.

Versuch der Ermittler und die Umstände der Entlassung

Die Ermittlungsbehörden prüfen die Version eines Selbstmords. Kollegen des Verstorbenen weisen jedoch auf stressige Umstände hin, die der Tragödie vorausgingen. Etwa drei Wochen vor seinem Tod verlor Korschenko überraschend seinen Posten. Dies war ein Schock für die Fachwelt, angesichts des Beitrags des Mannes zur Entwicklung der Luftverkehrsinfrastruktur.

Alexei Korschenko war eine der Schlüsselfiguren bei der Errichtung des Business-Flugterminals von Scheremetjewo, das 2011 seinen Betrieb aufnahm. Seine Erfahrung und Kompetenz waren mehr als ein Jahrzehnt lang gefragt, doch die plötzliche Entlassung ließ viele über die dahinterstehenden Gründe nachdenken.

Verbindung zur Katastrophe des Flugzeugs von Jewgeni Prigoschin

Die Tragödie im Leben von Korschenko korrespondiert mit einem anderen prominenten Ereignis, das in derselben Halle stattfand. Im Sommer 2023 wurde dort der Business-Jet Embraer Legacy 600 gewartet. Genau mit diesem Flugzeug startete am 23. August der Gründer der Söldnergruppe „Wagner', Jewgeni Prigoschin. An jenem Tag stürzte das Flugzeug in der Region Twer ab; alle Insassen kamen ums Leben.

Der Tod von Korschenko wirft Fragen auf, insbesondere im Lichte von Informationen des Telegram-Kanals „Tscheka-OGPU'. Laut dieser Quelle könnte der ehemalige Direktor über Informationen zur Vorbereitung des Flugzeugs verfügt haben. Während der Wartung wurden zwei schwerwiegende Mängel festgestellt. Einer betraf den Turbokühler – ein kritisch wichtiger Bestandteil des Lebenserhaltungssystems und der Klimaanlage.

Das Rätsel um die Ausrüstung und die Theorie einer Sprengvorrichtung

Die Situation wird dadurch komplizierter, dass das zuvor in den USA erworbene Gerät beschädigt war. Es wurde durch die Firma „Protektor' ersetzt. Der Kanal „Tscheka-OGPU' bringt ohne direkte Beweise die Theorie ins Spiel, dass sich in dieser Ausrüstung eine Sprengvorrichtung befunden haben könnte. Diese Annahme würde, falls sie sich bestätigt, das Bild der Untersuchung des Absturzes grundlegend verändern.

Nach der Katastrophe versuchten Mitarbeiter der Rosawiation, Zugang zu den Aufnahmen der Überwachungskameras, Daten der Kontrollsysteme und technischen Dokumentationen zu erhalten. Laut dem Kanal wurde ihnen jedoch keine solche Möglichkeit eingeräumt. Ihnen stand nur der Durchsuchungsbericht des Flugzeugs zur Verfügung, der später von Mitarbeitern des FSB sichergestellt wurde. Das Fehlen von Transparenz beim Zugang zu Ermittlungsmaterialien bleibt weiterhin ein Hindernis für unabhängige Experten.

Das Echo der Tragödie

Die Ereignisse vom 23. August 2023, als in der Region Twer ein mit Jewgeni Prigoschin verbundener Business-Jet abstürzte, gehören bis heute zu den am meisten diskutierten und rätselhaftesten Episoden der letzten Jahre. Nach offiziellen Angaben kamen alle Insassen ums Leben, einschließlich Prigoschins selbst. Der Tod von Alexei Korschenko fügt dieser Geschichte eine neue Ebene der Intrige hinzu und lässt darüber nachdenken, wie viele unbekannte Details hinter der Fassade der offiziellen Versionen verborgen sein könnten.