Der nächtliche Angriff russischer Truppen auf Kiew und die umliegende Oblast endete tragisch für die Mitarbeiter des größten ukrainischen Einzelhandelsnetzes. Infolge eines massiven Beschusses brachen in zwei Verteilzentren von «Silpo» großflächige Brände aus. Nach den neuesten Angaben kamen sechs Mitarbeiter des Unternehmens ums Leben. Die Anzahl der Verletzten wird derzeit noch geklärt.

Reaktion des Unternehmens und Anteilnahme

Die Pressestelle von «Silpo» bezeichnete das Geschehene als «unbeschreiblichen Verlust». In einer offiziellen Erklärung des Unternehmens wurde die Bereitschaft bekundet, den Hinterbliebenen der Getöteten und den Verletzten alle notwendigen Hilfen zukommen zu lassen. «Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Familien und drücken unser aufrichtiges Beileid aus», so die Aussage des Einzelhändlers.

Umfang der Zerstörungen und Arbeit der Rettungskräfte

Die Lage in der Oblast Kiew bleibt kritisch. Der Staatlichen Agentur für Notfälle (DSNS) zufolge ist die Gesamtzahl der Todesopfer infolge des nächtlichen Angriffs auf 16 gestiegen, weitere 29 Personen wurden verletzt. Rettungskräfte arbeiten weiterhin an mehreren Orten an der Beseitigung der Folgen der Einschläge.

Im Rajon Brovary arbeiten Einheiten der DSNS an fünf Objekten: An einem davon konnte der Brand gelöscht werden, jedoch laufen weiterhin Arbeiten zum Abkühlen der Konstruktionen und zur Räumung von Trümmern. Im Rajon Bucha wird ein Brand in einem Lagergebäude bekämpft. Auch im Rajon Fastiw haben Rettungskräfte ein Feuer an Fahrzeugen auf dem Gelände eines der Unternehmen gelöscht.

Art der Attacke und Ziele des Schlages

In der Nacht zum 5. August griffen russische Truppen die Ukraine mit 28 Raketen und 115 unbemannten Fluggeräten an. Trotz des aktiven Einsatzes der Luftabwehrkräfte gelang es nicht, die ballistischen Raketen abzufangen. Das Hauptziel der Aggression war die Oblast Kiew.

In der Hauptstadt selbst wurden Schäden in den Stadtteilen Holosijiw, Obolon, Desnjanka und Swjatoschyn registriert. Ziel der Angriffe waren nicht nur Wohnhäuser, sondern auch Objekte der kritischen Infrastruktur. Insbesondere erlitten Lagerhäuser der Unternehmen «Epizentr», ROZETKA sowie Logistikzentren von «Nova Poshta» Schäden.

Besondere Gefahr bestand im Stadtteil Holosijiw durch ein Ammoniakleck, das infolge der Zerstörung eines Industrieanlages entstand. Die Lage konnte оперативно unter Kontrolle gebracht werden, und die Rettungskräfte beseitigten die Gefahr.