In Krywyj Rih wurde ein Trauertag ausgerufen. Die lokalen Behörden haben diese Entscheidung im Zusammenhang mit den erschütternden Folgen eines russischen Raketenangriffs auf das Dorf Raduschnoje getroffen. Der Angriff, der in der Nacht zum 30. Juli verübt wurde, forderte das Leben wehrloser Zivilisten, darunter auch Kinder.
Ausmaß der Tragödie
Laut dem Leiter des Verteidigungsrates von Krywyj Rih, Alexander Wilkul, und dem Leiter der regionalen Militärverwaltung von Dnipropetrowsk, Alexander Gantscha, wurde eine Großfamilie zum Opfer des Angriffs. Eine Rakete traf ein Privathaus, das vollständig zerstört wurde. Wilkul beschrieb die Getöteten als eine „zusammengehörige, gute, gläubige Familie“.
Bisher ist der Tod von mindestens sechs Personen bestätigt, darunter drei Kinder. Wilkul warnte, dass sich die Zahl der Opfer nach Abschluss genetischer Untersuchungen erhöhen könnte. Darüber hinaus erlitten nach vorläufigen Angaben acht Personen Verletzungen, davon zwei Kinder. Fünf Personen werden als vermisst geführt.
Namen der Getöteten
Der Dorfrat von Nowopolje bestätigte, dass infolge des Angriffs die Familie Woronow ums Leben kam. Zu den Opfern gehören der 47-jährige Artem Woronow und seine 41-jährige Ehefrau Jelena. Zusammen mit den Eltern befanden sich ihre sieben Kinder im Haus:
- 17-jähriger Mark, der in Krywyj Rih als Eisenbahner ausgebildet wurde;
- 15-jährige Dominika;
- 14-jährige Wiorika;
- 12-jähriger Sacharj;
- 11-jähriger Asarj Ilai;
- 10-jährige Federika;
- 6-jährige Emilia.
Kontext des Angriffs
Russische Truppen griffen das Dorf Raduschnoje, das nur wenige Kilometer von Krywyj Rih entfernt liegt, im Rahmen eines kombinierten Angriffs auf die Ukraine an. In dieser Nacht wurden ballistische Raketen und Kampfdrohnen eingesetzt. Ziel der Angriffe waren Kiew sowie die Oblaste Dnipropetrowsk, Winnyzja und Lwiw.
Die schwersten Folgen wurden in der Oblast Dnipropetrowsk verzeichnet. In der Hauptstadt wurde eine Person getötet, in Lwiw wurden mindestens 15 Personen verletzt. In Krywyj Rih wurde der 31. Juli zum Gedenken an die Getöteten zum Trauertag erklärt.