Am frühen Morgen des 28. Juli wurde die Stadt Saporischschja Ziel eines großangelegten Angriffs der russischen Streitkräfte. Durch den Einsatz von gelenkten Luftbomben und Kampfdrohnen kamen Menschen ums Leben, und zivile Einrichtungen wurden beschädigt. Laut dem Leiter der Militärverwaltung der Oblast Saporischschja, Iwan Fedorow, könnten sich unter den Trümmern der zerstörten Gebäude noch Menschen befinden; es werden Such- und Rettungsarbeiten durchgeführt.

Chronologie des Angriffs und erste Folgen

Um 04:40 Uhr wurde in der Region der Luftalarm ausgelöst. Die Einsatzdienste warnten die Bevölkerung vor dem wahrscheinlichen Einsatz von gelenkten Luftbomben (KAB) durch den Gegner. Bereits 30 Minuten später wurde über erste Zerstörungen berichtet. Eine russische Drohne traf eine Wohnung in einem mehrstöckigen Wohnhaus. Bei dem Vorfall erlitten eine 53-jährige Frau und ein 52-jähriger Mann Verletzungen.

Angriff auf den privaten Sektor und Opfer

An einem anderen Ort im regionalen Zentrum fiel eine gelenkte Luftbombe. Sie zerstörte ein privates Wohnhaus vollständig. Unter den Trümmern kam ein 67-jähriger Mann ums Leben. Die Rettungsdienste arbeiten weiterhin am Ort der Tragödie und überprüfen die Trümmer auf weitere Verletzte. Die Nationale Polizei der Ukraine bestätigte den Tod des 67-jährigen Stadtbewohners und berichtete von der Befreiung eines 22-jährigen Verletzten aus den Trümmern.

Einsatz der Notdienste

An den Orten der Einschläge wurden Kräfte der Strafverfolgungsbehörden und Rettungsdienste eingesetzt. An den Einsatzorten arbeiten Polizeiparamediziner, Ermittlungs- und Einsatzgruppen, Kriminaltechniker und Sprengstoffexperten. Streifenpolizisten sichern den Absperrbereich und gewährleisten die Sicherheit in den Einsatzgebieten. Fotos der Folgen des Angriffs wurden in den offiziellen Telegram-Kanälen von Iwan Fedorow und der Nationalen Polizei der Ukraine veröffentlicht.

Kontext der Eskalation

Der Angriff auf Saporischschja war Teil einer Serie von Angriffen auf zivile Objekte in der Ukraine in den letzten 24 Stunden. In der Nacht vom 27. Juli warfen russische Truppen KABs auf die Oblast Sumy ab, wobei ebenfalls Menschen verletzt wurden. Einen Tag zuvor, am 26. Juli, traf eine Drohne einen ATB-Supermarkt in Tschernihiw; unter den Verletzten befanden sich Kinder. Am selben Morgen traf eine Kampfdrohne den Hypermarkt „Epizentr“ in Krywyj Rih; das Feuer griff auf mehr als 16.000 Quadratmeter des Gebäudes über.