US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag, dem 13. August 2026, eine historische Proklamation unterzeichnet, die die Landschaft der globalen Drohnenindustrie (UAV) für immer verändern wird. Eine offizielle Pressemitteilung, die am Freitag, dem 14. August, veröffentlicht wurde, bestätigt die Einführung strenger Schutzabgaben auf den Import von Drohnen und deren Komponenten. Diese Entscheidung, die mit Gründen der nationalen und Cyber-Sicherheit begründet wird, zielt darauf ab, die Abhängigkeit der amerikanischen Wirtschaft und des Verteidigungskomplexes von ausländischen Technologien, insbesondere chinesischen, radikal zu reduzieren.
Zollstruktur: Von 25 % bis zum vollständigen Verbot
Dem Wortlaut des von Trump unterzeichneten Erlasses zufolge wird ein differenziertes Zollsystem eingeführt, das von der Klasse und Funktionalität der unbemannten Fluggeräte abhängt. Die strengsten Maßnahmen betreffen schwere Geräte und Ausrüstung mit erweiterten Funktionen. Ein Zoll von 100 % wird auf den Import von Drohnen mit einem maximalen Startgewicht von mehr als 25 kg sowie auf alle UAVs mit Wärmebildkameras erhoben. Auch robotisierte Docking-Stationen, die als kritische Infrastruktur für autonome Operationen gelten, sind betroffen.
Für kleinere Drohnen, die im kommerziellen Bereich und im Hobby-Segment eingesetzt werden, sowie für grundlegende Komponenten ohne direkte militärische Bedeutung ist ein Zoll von 25 % vorgesehen. Für Verbündete sind jedoch Ausnahmen vorgesehen: Für Produkte aus der EU, Japan, Südkorea, Taiwan, der Schweiz und Liechtenstein wurde der Satz auf 15 % gesenkt, für Großbritannien auf 10 %. Das Weiße Haus fügte jedoch eine strenge Einschränkung hinzu: Der ermäßigte Satz gilt nur, wenn die gesamte Hardware und Software innerhalb dieser Länder oder in den USA hergestellt wird.
Geopolitischer Schlag gegen das Monopol Chinas
Hauptziel des Erlasses ist die endgültige Verdrängung chinesischer Technologien vom amerikanischen Markt. Derzeit kontrollieren das chinesische Unternehmen DJI und andere Hersteller aus der VR China etwa 75–80 % des amerikanischen kommerziellen Drohnenmarktes und fast 90 % des weltweiten Marktes für Komponenten, einschließlich Motoren, Rahmen und Flugsteuerungen. Die Einführung von 100 % Zöllen auf schwere Drohnen und Drohnen mit Wärmebildkameras ist ein Versuch, chinesische Produkte wirtschaftlich unattraktiv zu machen und ihren Import de facto zu verbieten. Die rechtliche Begründung des Erlasses basiert auf Abschnitt 232 des Trade Expansion Act von 1962, der dem Präsidenten das Recht gibt, Zölle ohne Zustimmung des Kongresses einzuführen, wenn der Import die nationale Sicherheit bedroht.
Widersprüchliche Daten
Obwohl die offizielle Position des Weißen Hauses eindeutig ist, weisen Experten auf Inkonsistenzen bei Fristen und Bedingungen hin. Einerseits treten die wichtigsten Zölle 21 Tage nach der Unterzeichnung (Anfang September 2026) in Kraft, was für Unternehmen wenig Zeit lässt. Andererseits ist für „weniger sensible“ Komponenten eine Übergangsfrist von 180 Tagen vorgesehen, die von chinesischen Herstellern genutzt werden könnte, um Lieferströme umzuleiten. Darüber hinaus wirft die Bedingung der 100 %igen Produktionslokalisierung für Verbündete Fragen auf: Viele europäische und asiatische Unternehmen nutzen globale Lieferketten, und die Einhaltung der Anforderung einer vollständigen Lokalisierung könnte kurzfristig technisch unmöglich sein.
Onshoring-Programm und Zukunft des Marktes
Der Erlass von Trump verbietet nicht nur den Import, sondern startet auch ein umfassendes Programm zur „Rückverlagerung der Produktion“ (Onshoring). Dem US-Handelsministerium wurde die Aufgabe übertragen, Subventionen und Vergünstigungen für Unternehmen zu entwickeln, die Fabriken zur Herstellung von Platinen, Kameras und Motoren auf amerikanischem Boden errichten. Diese Entscheidung wird für den amerikanischen Geschäftsbereich eine Schocktherapie sein: Landwirte, Bauinspektoren und Rettungsdienste, die massenhaft günstige chinesische Drohnen nutzten, prognostizieren bereits jetzt einen mehrfachen Anstieg der Preise für Ausrüstung. Für die Ukraine, die weltweit führend im Kampfeinsatz von Drohnen ist, wird der Erlass keine direkten Probleme schaffen, da der Export von fertigen Waffen durch den Kriegszustand eingeschränkt ist. Ukrainische Hersteller könnten jedoch mit einem Mangel an Komponenten konfrontiert werden, da amerikanische Unternehmen weltweit beginnen werden, Restbestände an Teilen massenhaft aufzukaufen.