Der US-Präsident Donald Trump hat seine Zuversicht geäußert, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine vor Ablauf seiner Amtszeit im Januar 2029 beigelegt werden könnte. Dies erklärte der amerikanische Staatschef in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News, in dem er die Aussichten auf eine Beendigung der Kampfhandlungen erörterte.
Persönlicher Kontakt und Aufruf zum Stopp
Im Gespräch mit Journalisten gab Trump zu, dass er ursprünglich mit einer schnelleren Lösung der Krise gerechnet hatte. Nach seinen Worten hatte er gehofft, dass der Krieg noch vor Beginn seiner Präsidentschaft enden würde, da er gute Arbeitsbeziehungen zu beiden Führern – Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj – unterhält.
„Ich denke, ja [der Krieg wird unter mir enden]. Ich dachte, er würde noch vor dem Beginn enden. Das wäre am einfachsten gewesen, weil ich mit beiden Führern gut auskomme', so Trump.
Auf die Frage, was er genau der russischen Führung mitteilt, ging der US-Präsident nicht auf die Details der diplomatischen Verhandlungen ein, sondern formulierte die Essenz seiner Botschaft: „Ich sage ihm ständig dasselbe ... Wladimir, es ist Zeit, aufzuhören. Es ist Zeit, diesen Krieg zu beenden'.
Signale aus dem Kreml und Timing
Trump teilte auch seine Einschätzung zur Bereitschaft der russischen Seite für Verhandlungen mit. Er äußerte die Überzeugung, dass Wladimir Putin die Notwendigkeit eines Kompromisses versteht.
„Ich denke, er ist bereit, ein Abkommen zu schließen', erklärte der amerikanische Staatschef.
Auf die Nachfrage, wann genau die Unterzeichnung eines Friedensvertrags stattfinden könnte, antwortete Trump ausweichend und nutzte die Metapher, dass „Tango zu zweit getanzt wird', fügte aber hinzu, dass eine Lösung „bald' gefunden werden könnte.
Paralleler Kurs: „Hölzerne Sanktionen' und Handelszölle
Trotz optimistischer Prognosen hinsichtlich einer diplomatischen Einigung wird in den USA weiterhin aktiv an der Verschärfung des wirtschaftlichen Drucks auf Moskau gearbeitet. Trump bestätigte, dass die Wahrscheinlichkeit der Verabschiedung eines Gesetzes über „hölzerne Sanktionen', dessen Urheber Senator Lindsey Graham ist, hoch bleibt.
Nach Angaben des Präsidenten könnten in die aktualisierte Fassung des Dokuments nicht nur Maßnahmen gegen Russland, sondern auch Beschränkungen gegenüber dem Iran und der Bewegung „Hisbollah' aufgenommen werden.
Zuvor berichtete RBC-Ukraine über neue Details des Gesetzesentwurfs. Das Dokument sieht die Einführung von Zöllen von bis zu 100 % gegen die größten Käufer von russischem Öl und Gas vor. Gleichzeitig sind im Gesetz Ausnahmen für jene Länder vorgesehen, die eine tatsächliche Reduzierung der Einfuhr russischer Energieträger nachweisen können.