Die Administration von Donald Trump bereitet sich laut einer Quelle von Mobile Chip Expert darauf vor, die Beschränkungen für Apple aufzuheben, Speicherchips von zwei chinesischen Herstellern – CXMT (DRAM) und YMTC (NAND) – zu kaufen. Die Entscheidung wird vor dem Hintergrund der Vorbereitung auf das persönliche Treffen des US-Präsidenten mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im September erwartet. In Washington wird bereits offen diskutiert, dass dieser Zugeständnischarakter als diplomatische Geste gegenüber Peking vor den Gesprächen der beiden Staatschefs dienen könnte.

Tests laufen bereits: CXMT und YMTC in der Lieferkette von Apple

Laut vorliegenden Informationen befindet sich Apple bereits in der Phase der Prüfung von DRAM-Chips von CXMT und NAND-Speicher von YMTC und betrachtet diese als potenziellen Bestandteil der eigenen Lieferkette. Bemerkenswert ist, dass CXMT auf der amerikanischen „Schwarzen Liste“ steht, angeblich wegen Verbindungen zur Volksbefreiungsarmee Chinas. Dennoch unternahm das Unternehmen Versuche, eine Genehmigung für die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Riesen zu erhalten. Dabei war der chinesische Speicher nach den Bedingungen ausschließlich für Geräte bestimmt, die auf dem Gebiet der Volksrepublik China verkauft werden, was die Risiken für die nationale Sicherheit der USA hätte mindern sollen.

Kongress fordert Apple auf, auf chinesischen Speicher zu verzichten

Im Kongress wurde diese Perspektive ohne besondere Begeisterung aufgenommen. Eine Gruppe amerikanischer Abgeordneter forderte Apple auf, von den Plänen zum Kauf von Speicher in China abzusehen und die technischen Informationen offenzulegen, die das Unternehmen während der Tests möglicherweise mit CXMT und YMTC geteilt hatte. Für die Abgeordneten bleibt die zentrale Frage, ob chinesischen Herstellern Daten übermittelt wurden, die im Interesse der chinesischen Armee genutzt werden könnten, angesichts des Status von CXMT auf der Sanktionsliste.

Produktionsbeschränkungen und Preisstagnation

Selbst wenn Washington formales Einverständnis gibt, ist der Deal nicht garantiert. CXMT verfügt derzeit über begrenzte Produktionskapazitäten und wird laut Schätzungen möglicherweise nicht in der Lage sein, die Volumenzen zu bewältigen, die Apple für die Versorgung benötigt. Darüber hinaus hat der chinesische Hersteller den Angaben der Quelle zufolge abgelehnt, die Preise auf Forderung von Apple zu senken, und erhält durch die wachsende innere Nachfrage seitens Huawei und Xiaomi einen zusätzlichen Verhandlungsspielraum. Infolgedessen warnen Analysten, dass die Verhandlungen eher Peking als Apple selbst zugutekommen könnten.

Widersprüchliche Angaben

In Veröffentlichungen verschiedener Medien sind Abweichungen in der Chronologie der Entscheidungsfindung zu beobachten. Einige Quellen (darunter goha.ru) formulieren das Ereignis als bereits erfolgt: „Der US-Präsident wird Apple erlauben, Speicher in China zu kaufen“, was impliziert, dass die Entscheidung getroffen oder in der finalen Phase ist. Mobile Chip Expert, auf den sich 3dnews.ru und ixbt.com beziehen, weist jedoch darauf hin, dass die offizielle Entscheidung der Administration erst nach dem persönlichen Treffen von Trump und Xi Jinping im September 2026 erfolgen könnte. Somit bleibt der Status der Genehmigung zum 23. August 2026 unbestimmt: Ein formelles Dokument, das die Beschränkungen aufhebt, wurde öffentlich nicht veröffentlicht, und der Prozess befindet sich in der Phase der Vorbereitung und der zwischenbehördlichen Abstimmung.

Kontext: Warum dies für das technologische Gleichgewicht wichtig ist

Die Situation mit Apple und dem chinesischen Speicher fügt sich in den breiteren Kontext des technologischen Wettstreits zwischen den USA und China ein. Einerseits schränkt Washington den Zugang chinesischer Hersteller zum amerikanischen Markt und zu Komponenten konsequent ein. Andererseits stoßen die größten amerikanischen Konzerne, darunter Apple, auf Mangel und steigende Preise für Halbleiterspeicher, was sie zwingt, alternative Quellen zu suchen. Eine Genehmigung für Käufe bei CXMT und YMTC wäre ein Präzedenzfall: Ein Unternehmen von der „Schwarzen Liste“ würde erstmals Zugang zu einer Lieferkette dieses Umfangs erhalten. Für Peking würde dies bestätigen, dass diplomatischer Druck und der Verhandlungsprozess mit Trump die Sanktionspolitik verändern können, was seine Position in den breiteren Verhandlungen über Handel und Technologie stärkt.