US-Präsident Donald Trump hat dem russischen Machthaber Wladimir Putin öffentlich für den Abschluss eines neuen, großen Energieabkommens gedankt. Die Regierung des Weißen Hauses lehnt es strikt ab, die Vereinbarungen über die Dieselkraftstofflieferungen zu überprüfen oder rückgängig zu machen, trotz scharfer Kritik aus offiziellen Kiewer Kreisen. Nach Ansicht der US-Seite ist dieses Geschäft von zentraler Bedeutung für die Stabilisierung des US-Brennstoffmarktes und dessen Versorgung mit großen Mengen an Erdölprodukten.
Hintergrund und Details des Öldeals
Neue Absprachen zwischen Washington und Moskau wurden nach einem Telefonat zwischen den beiden Staatschefs getroffen. Im Rahmen des Abkommens soll Russland bis zu 1,8 Millionen Tonnen Treibstoff auf die Weltmärkte bringen. Das US-Finanzministerium hat bereits eine befristete Ausnahmeregelung von den bestehenden Sanktionen erlassen, um diese groß angelegten Finanz- und Logistikoperationen zu ermöglichen. Donald Trump selbst bezeichnete das Abkommen als „große Sache“, betonte den Nutzen für die US-Wirtschaft und äußerte den Wunsch, dem russischen Präsidenten öffentlich für die Zusammenarbeit in diesem Bereich zu danken.
Reaktion der Ukraine und harte Aussagen aus Kiew
Kiew nahm das Abkommen äußerst negativ auf. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete diesen Schritt als Zeichen der Schwäche starker westlicher Partner und wies darauf hin, dass die ukrainische Delegation, die derzeit Verhandlungen in Florida führt, faktisch als politischer Sichtschutz genutzt werde. Darüber hinaus bestätigten Kreise der ukrainischen Regierung, dass Angriffe auf russische Raffinerien fortgesetzt werden, bis ein vollständiger Energiewaffenstillstand erreicht ist, ungeachtet von Trumps eindringlichen Appellen, die Angriffe auf die russische Infrastruktur einzustellen.
Widersprüchliche Daten
Bei der Berichterstattung über Liefermengen und Details des Abkommens gibt es gewisse Diskrepanzen zwischen offiziellen Erklärungen und Angaben verschiedener Monitoring-Quellen. Während in Aussagen der US-Seite und Berichten einiger Medien ein Großvolumen von bis zu 1,8 Millionen Tonnen Kraftstoff für die Weltmärkte genannt wird, verzeichneten europäische und regionale Plattformen (wie Medienberichte aus Italien und Armenien) zunächst Mengen im Bereich von 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff zur Senkung der weltweiten Preise. Zudem pocht das Weiße Haus ausschließlich auf wirtschaftliche Vorteile und Preisstabilisierung für US-Verbraucher, während Kiew das Abkommen als geopolitischen Kompromiss wertet, der die aktive Phase des bewaffneten Konflikts verlängern könnte.
Reaktion Washingtons auf die Kritik
Konfrontiert mit der Kritik der ukrainischen Führung reagierte Donald Trump zunächst zurückhaltend, fragte die Journalisten, wer eine solche Äußerung getätigt habe, und begnügte sich mit einem lakonischen „Okay“. Später, auf Fragen zu den potenziellen Risiken einer Verlängerung des Krieges durch diese Entscheidung, äußerte sich der US-Präsident jedoch ausführlicher und härter. Er betonte, dass die Vereinigten Staaten ein starker und unabhängiger Partner seien, der Energieressourcen zur Aufrechterhaltung der globalen Stabilität benötige, weshalb Washington aufrichtig froh über den Erhalt des russischen Diesels sei.