In der US-Regierung hat sich ein schwerwiegender Skandal im Zusammenhang mit einem kritischen Mangel an Munition entwickelt. Präsident Donald Trump hat laut Berichten der Washington Post seine tiefe Enttäuschung zum Ausdruck gebracht und vom Verteidigungsminister Pete Hegseth Erklärungen zur Situation der Arsenale gefordert. Der Vorfall ereignete sich hinter den Kulissen einer Kabinettssitzung in Camp David.
Hauptursache des Konflikts ist ein akuter Mangel an gelenkten Langstreckenraketen und Flugabwehrraketen. Laut Quellen war es genau dieser Mangel, der den Präsidenten dazu zwang, in den letzten Tagen von zusätzlichen massiven Angriffen auf den Iran abzusehen. Trump warf dem Pentagon-Chef vor, ihn wahrscheinlich über den tatsächlichen Zustand der Waffenbestände in die Irre geführt zu haben.
Innere Widersprüche im Pentagon
Während des Treffens versuchte Pete Hegseth, seinen Ruf zu verteidigen, indem er die Verantwortung auf seinen Stellvertreter, Steven Fineberg, abwälzte. Laut dem Minister habe Fineberg den Präsidenten nicht vollständig und wahrheitsgemäß über den Mangel informiert. Dieser Austausch von Repliken unterstrich jedoch nur die wachsende Enttäuschung Trumps über seinen Verteidigungsminister.
Hegseth war zuvor einer der Hauptbefürworter von Militäroperationen gegen den Iran und hatte den Präsidenten überzeugt, dass der Konflikt mit einem schnellen und relativ leichten Sieg enden würde. Jetzt ist die Realität aufgrund logistischer Probleme in eine Sackgasse geraten. Im Juli weigerte sich Hegseth auch bei Anhörungen im Senat, seine Ratschläge zu erörtern, und schob die Schuld für eventuelle Engpässe auf die Vorgänger-Administration von Biden, nicht auf die aktuellen Operationen.
Globale Folgen des Mangels
Die Situation mit der Munition geht weit über den Nahen Osten hinaus. Der Mangel an Flugabwehrraketen verändert den Ansatz der USA bei Entscheidungen über den Einsatz von Gewalt gegen drohende Bedrohungen. Der Mangel an Verteidigungsmitteln wirkt sich bereits auf die Sicherheit der Ukraine aus und macht das Land anfälliger für Angriffe durch Russland.
Laut CNN hat die US-Armee im Krieg mit dem Iran fast 80 % ihrer THAAD-Flugabwehrraketen im Vergleich zu den vor dem Krieg liegenden Beständen verbraucht sowie etwa die Hälfte der Patriot-Abfangraketen. Reuters berichtet, dass die Vorräte an hochpräzisen Langstrecken-Flugabwehrraketen, einschließlich ATACMS, PrSM und Tomahawk, praktisch erschöpft sind.
Widersprüchliche Daten
Es gibt eine Diskrepanz zwischen den Ankündigungen neuer Geschäfte und der Realität in den Lagern. Obwohl die USA neue Verträge zur Herstellung von kritisch wichtiger Munition wie Patriot-Flugabwehrraketen angekündigt haben, kann der Produktionsprozess bis zu zwei Jahre dauern. Das bedeutet, dass sich die Mangelsituation in naher Zukunft trotz offizieller Versprechungen nicht verbessern wird.
Daher steht die US-Regierung vor einer schwierigen Wahl: Entweder ihre Militärstrategien überarbeiten oder jahrelang auf die Wiederherstellung der Arsenale warten, was angesichts der aktuellen Konflikte fatal sein könnte.