Angesichts der Besuche amerikanischer Sondergesandter in Moskau und Kiew hat der Kreml neue Details des Telefonats zwischen Donald Trump und Wladimir Putin vom 8. September 2026 offengelegt. Laut dem Assistenten des russischen Präsidenten, Uschakow, war das Gespräch konstruktiv, und Trump verknüpfte die baldige Beendigung des Krieges mit „beeindruckenden und weitreichenden“ Perspektiven für die handels- und wirtschaftspolitischen Beziehungen der beiden Länder.
Details des Telefonats
Wie Uschakow mitteilte, besprachen die Führer den Stand der Regelung und einigten sich, in Kontakt zu bleiben und bei Bedarf ein erneutes Gespräch zu führen. Der Assistent des russischen Präsidenten betonte, dass er nicht alle Details des Gesprächs offenlegen könne, bezeichnete es jedoch als konstruktiv. Laut Berichten mehrerer Medien dauerte das Telefonat etwa eine Stunde.
Handelsperspektiven als Argument
Das zentrale Element, das laut Uschakow von Trump betont wurde, war der Zusammenhang zwischen Frieden und Wirtschaft: Die baldige Beendigung des Krieges würde, so seine Worte, „beeindruckende und weitreichende“ Perspektiven für die vollständige Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den USA und Russland eröffnen, insbesondere im handels- und wirtschaftspolitischen Bereich, der „enorme Gewinne“ für beide Seiten verspreche. Putin unterstützte laut Kreml diesen Ansatz.
Kontext: Besuche von Witkoff und Kushner
Das Telefonat erfolgte nach der Reise der amerikanischen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Am 5. September trafen sie sich in Moskau mit Putin, wo der russische Führer laut Berichten über den Verlauf der Kampfhandlungen berichtete und sein Bestreben äußerte, die militärischen Ziele zu erreichen, während die amerikanische Seite eigene Vorschläge zur Regelung vorlegte. Am 6. September besuchten Witkoff und Kushner zum ersten Mal Kiew und trafen sich mit Wladimir Selenskyj, der erklärte, die amerikanischen Beamten hätten „einige sehr würdige Ideen“ für eine friedliche Regelung vorgebracht.
Widersprüchliche Daten
Hier gibt es einige Unstimmigkeiten. Erstens haben die Besuche der amerikanischen Vertreter die Frage eines möglichen Wiederaufnehmens dreiseitiger Verhandlungen mit Beteiligung Russlands, der Ukraine und der USA aufgeworfen, doch wird diese Möglichkeit im offiziellen Kreml-Bericht über das Gespräch zwischen Putin und Trump nicht erwähnt. Zweitens wird die Dauer des Telefonats (etwa eine Stunde) in Veröffentlichungen mehrerer Medien genannt, aber im Text der Kreml-Erklärung selbst nicht bestätigt. Drittens wird die Absicht Moskaus, die volle Kontrolle über den restlichen Teil der Region Donez zu erlangen, mit Verweis auf eine dem Kreml nahestehende Quelle zitiert und durch keine offizielle Erklärung gestützt.
Was kommt als Nächstes
Die Seiten einigten sich, den Kontakt aufrechtzuerhalten und bei Bedarf erneut in Verbindung zu treten. Vor dem Hintergrund dieser Signale konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Beobachter darauf, ob in den kommenden Tagen eine öffentliche Bestätigung des Formats dreiseitiger Verhandlungen erfolgen wird und welche konkreten wirtschaftlichen Anreize Washington bereit ist, im Austausch gegen eine Deeskalation anzubieten.