Der US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner eindringlich dazu aufgerufen, am 3. November, dem Tag der Zwischenwahlen zum Kongress, unbedingt zu den Wahllokalen zu gehen. Die Ansprache erfolgte Berichten zufolge auf dem Parteitag der Republikaner, wo der Staatsoberhaupt eine für die politische Rhetorik ungewöhnliche Formulierung verwendete, um die Folgen eines Verzichtens auf die Stimmabgabe zu erklären. Laut RBC-Ukraine wurde der Text der Rede im Telegram-Kanal „Donald Trump auf Russisch“ veröffentlicht.

„Sie werden in die Hölle kommen“: eine ungewöhnliche Formulierung

In seiner Ansprache an seine Anhänger rief Trump dazu auf, die Wahlen nicht zu ignorieren und ihr Wahlrecht auszuüben, und verknüpfte die Teilnahme an der Abstimmung mit dem „gemeinsamen Kampf gegen die Kommunisten“. „Wissen Sie, was passiert, wenn Sie nicht wählen? Sie werden in die Hölle kommen. Das wissen Sie. Okay? Sie werden in die Hölle kommen. Und ich möchte nicht, dass Ihnen das passiert, also gehen Sie bitte und wählen Sie. Denn zusammen werden wir die Kommunisten besiegen“, so der US-Präsident Berichten zufolge. Damit wurde der Verzicht auf die Teilnahme an den Wahlen als eine Handlung mit extrem negativen Folgen dargestellt, während die Wahlbeteiligung als Voraussetzung für den Sieg bei den Novemberwahlen präsentiert wurde.

„Trumps Dividende“: das Versprechen von 5.000 Dollar

Angesichts des Aufrufs zur Wahlbeteiligung erinnert sich die Öffentlichkeit an das frühere Versprechen Donald Trumps, jedem volljährigen Amerikaner 5.000 Dollar auszuzahlen, falls die Republikanische Partei nach den November-Zwischenwahlen die Kontrolle über den Kongress behält. Der Präsident nannte diese Auszahlung „Trumps Dividende“ und stellte sie als Belohnung der Bürger für die wirtschaftlichen Erfolge des Landes dar. Die Verknüpfung „wähle – erhalte Auszahlung“ verstärkt den motivierenden Charakter seiner Wahlkampfrhetorik.

Bereitschaft für eine Niederlage im Weißen Haus

Gleichzeitig mit dem aggressiven Aufruf zur Wahlbeteiligung hat das Weiße Haus Berichten zufolge begonnen, sich auf eine mögliche Niederlage der Republikanischen Partei bei den November-Zwischenwahlen vorzubereiten. Laut zwei Quellen führt die Rechtsabteilung der Verwaltung geschlossene Briefings für politische Ernennungen durch, die sich mit der Vorbereitung auf eine verstärkte parlamentarische Aufsicht im Falle erheblicher Erfolge der Demokraten befassen. Dies deutet darauf hin, dass innerhalb der Verwaltung sowohl Szenarien für den Erhalt als auch für den Verlust der Kontrolle über den Kongress eingeplant werden.

Kontext: Sicherheit und externe Bedrohungen

Das Thema der Zwischenwahlen in den USA im Jahr 2026 wird auch im Hinblick auf die Sicherheit des Wahlprozesses diskutiert. In öffentlichen Materialien finden sich Berichte über eine mögliche Ausrufung des Notstands zur Stärkung der Kontrolle über die Wahlen sowie Aussagen des Präsidenten über Vorwürfe gegen China wegen eines großangelegten Datenlecks von Wählerdaten und eines Versuchs der Wahlbeeinflussung. Diese Themen bilden den allgemeinen Hintergrund, vor dem die Aufrufe zur Wahlbeteiligung und die Auszahlungsversprechen ertönen.

Widersprüchliche Daten

Es ist auf den Unterschied im Bestätigungsgrad der Details hinzuweisen. Das zentrale Zitat über die „Hölle“ und das Versprechen der 5.000-Dollar-Auszahlung stützen sich auf eine einzige Quellenkette – die Veröffentlichung des Telegram-Kanals, die über RBC-Ukraine weitergegeben wurde – und wurden in den vorliegenden Faktenprüfungsunterlagen nicht unabhängig bestätigt. Dabei widersprechen sich die zusätzlichen Quellen in ihren Schwerpunkten: Einige konzentrieren sich auf die mögliche Nutzung von Notstandsvollmachten zur Kontrolle der Wahlen, andere auf die Vorwürfe der externen Einmischung, und keine von ihnen wiederholt die umstrittene Formulierung wörtlich. Somit erfordern das dramatische Zitat und die Summe von 5.000 Dollar eine vorsichtige Behandlung, bis weitere Bestätigungen vorliegen, während der eigentliche Aufruf Trumps zur Wahlbeteiligung am 3. November und die Vorbereitung des Weißen Hauses auf das Szenario einer Kongressniederlage mit dem Gesamtbild übereinstimmen.

Fazit: Vor den Zwischenwahlen am 3. November 2026 verbindet die Rhetorik des US-Präsidenten einen emotionalen Aufruf zur Wahlbeteiligung, ein finanzielles Versprechen an die Wähler und eine interne Vorbereitung auf den möglichen Verlust der Kontrolle über den Kongress. Teilweise unbestätigte Details des Zitats und der Auszahlungen werden von der Redaktion gesondert für ein korrektes Verständnis durch den Leser vermerkt.