US-Präsident Donald Trump hat seine Unzufriedenheit mit der Situation der Waldbrände in Kanada scharf zum Ausdruck gebracht. In einem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk Truth Social erklärte er, dass die amerikanische Seite Ottawa die volle Verantwortung für die unzureichende Pflege der Waldgebiete zuschreibt.
Vorwurf der vorsätzlichen Fahrlässigkeit
Laut Trump hat das Fehlen angemessener Kontrolle über die Forstwirtschaft dazu geführt, dass „schmutzige, verschmutzte und gesundheitsschädliche Luft“ in das Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten eindringt. Der amerikanische Staatsführer bezeichnete die Luftqualität als „gefährlich und absolut inakzeptabel“.
Trump betonte, dass er das Geschehen nicht als Zufall, sondern als Ergebnis „vorsätzlicher Fahrlässigkeit“ ansieht. Nach seinen Worten ist dieses Problem zu einem jährlichen Phänomen geworden, das der US-Wirtschaft Schäden in Milliardenhöhe zufügt.
Drohung mit Erhöhung der Tarife
Als Reaktion schlug der US-Präsident vor, die Kosten des Verschmutzungsschadens in die Zollgebühren einzubeziehen, die Kanada derzeit zahlt. „Die Kosten dieser Verschmutzung müssen unbedingt zu den Tarifen hinzugefügt werden“, schrieb er.
Trump gab auch bekannt, dass er beabsichtigt, noch am selben Tag mit dem kanadischen Premierminister Kontakt aufzunehmen, um die Maßnahmen Ottawas zur Verhinderung solcher Situationen zu besprechen. Er warf den kanadischen Behörden vor, trotz offensichtlicher Risiken auf elementare Forstwirtschaft und die Beseitigung von Waldresten zu verzichten.
Kontext der Handelsbeziehungen
Diese Erklärung ist eine Fortsetzung der angespannten Handelsrhetorik zwischen den beiden Ländern. Bereits im September hatte Trump die Einführung von 35-Prozent-Zöllen auf alle Importe aus Kanada angekündigt, mit Ausnahme von Waren, die unter das Abkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko von 2020 fallen.
Ende Oktober 2025 setzte der amerikanische Präsident die Handelsverhandlungen mit kanadischen Kollegen aus. Auslöser war die Verwendung eines Zitats des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan über Zölle in einer kanadischen Informationskampagne, was Trump missfiel.
Zu beachten ist, dass Kanada zuvor bereits erhebliche Zugeständnisse im Handelsbereich gemacht hat: Das Land hob eine Reihe von Gegenmaßnahmen auf und verzichtete auf die Einführung einer Steuer auf digitale Dienstleistungen, die die Interessen amerikanischer Technologieunternehmen betroffen hätte.