Eine aktuelle Umfrage von Reuters/Ipsos, auf die sich RBC-Ukraina bezieht, zeichnet ein widersprüchliches Bild für die US-Regierung: Die Zustimmung zum Präsidenten Donald Trump ist nach dem Absturz auf ein Rekordtief leicht gestiegen, während die Positionen der Republikanischen Partei vor den Kongress-Zwischenwahlen jedoch deutlich schlechter geworden sind. Laut aktuellen Daten billigen 35 % der Amerikaner die Arbeit Trumps als Präsident zu, während dieser Wert Ende August bei 33 % lag – das niedrigste Ergebnis seiner gesamten zweiten Präsidentschaft.
Zustimmungswert: vom Rekordtief zum leichten Anstieg
Die Dynamik der Zustimmung bleibt volatil. Anfang September lag Trumps Zustimmungswert laut derselben Umfrage bei 33 %, im Juli 2026 sei er, wie angemerkt wird, ungewöhnlich stark gesunken – rund zwei Drittel der Befragten hätten ihre Ablehnung seiner Politik zum Ausdruck gebracht. Der aktuelle Anstieg auf 35 % wird von den Redakteuren als bescheidener Anstieg vom Boden und nicht als nachhaltiger Trend beschrieben: Ein Unterschied von zwei Prozentpunkten liegt innerhalb der Fehlergrenze der meisten Umfragen und ändert nichts am Gesamtbild der niedrigen Unterstützung.
Wirtschaftliche Versprechen und Wählerstimmungen
Ein Indikator der Unzufriedenheit war die Reaktion auf einen konkreten Vorschlag des US-Präsidenten: 63 % der Befragten sprachen sich gegen die Idee aus, den Amerikanern 5.000 Dollar auszuzahlen, falls die Republikaner die Kontrolle über den Kongress behielten. In einer hypothetischen landesweiten Abstimmung über Kongresskandidaten gaben 44 % der Befragten an, sie würden die Demokraten unterstützen, gegenüber 37 % für die Republikaner. Der Vorsprung der Demokratischen Partei beträgt somit 7 Prozentpunkte, was laut Reuters der größte Vorsprung zugunsten der Demokraten in solchen Umfragen seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Jahr 2025 ist. Besonders hervorgehoben wird, dass die Amerikaner den Demokraten in der Frage der Wirtschaftsführung erstmals seit einem Jahrzehnt etwas mehr Vertrauen schenken, obwohl dieser Vorsprung gering bleibt.
Faktoren der Unzufriedenheit: Krieg mit dem Iran und Bauprojekte
Auf die Wählerstimmungen wirken laut Umfrage insbesondere die Folgen des Krieges mit dem Iran, den Trump, wie in der Quelle angegeben, im Februar begonnen hat. Der Konflikt führte zu Unterbrechungen der Ölversorgung und steigenden Kraftstoffpreisen, was sich auf die amerikanischen Haushalte auswirkte. Ein weiterer Faktor der Unzufriedenheit waren die großangelegten Bauprojekte in Washington, insbesondere der Ballsaal des Weißen Hauses: Rund zwei Drittel der Befragten halten solche Ausgaben für geringe Priorität, und gegen das Projekt sprechen sich nicht nur die Demokraten, sondern auch etwa ein Viertel der Republikaner aus.
Widersprüchliche Daten
In Veröffentlichungen verschiedener Medien fällt auf, dass dieselben Zahlen unterschiedlich dargestellt werden. Einige Quellen (z. B. Real Tribune und BFM) betonen „abgestürzt auf 33 %“ und zeichnen ein Bild eines historischen Scheiterns, während der aktuelle Reuters/Ipsos-Schnitt einen Anstieg auf 35 % feststellt. Tatsächlich handelt es sich dabei nicht um einen Widerspruch in den Zahlen, sondern um einen Unterschied im Zeitpunkt des Schnittpunkts: 33 % ist das Minimum Ende August / Anfang September, 35 % ist der aktuelle Wert. Für den Leser ist jedoch wichtig, dass beide Fakten koexistieren: Der Wert fiel zunächst auf ein Rekordtief und erholte sich dann leicht, ohne die Schwelle eines nachhaltigen Anstiegs zu überschreiten.
Bedeutung der Zwischenwahlen
Die Kongress-Zwischenwahlen in den USA finden im November statt. Der Verlust der Kontrolle über mindestens ein Haus durch die Republikaner könnte es Trump erheblich erschweren, seine politische Agenda bis zum Ende seiner Amtszeit umzusetzen. Somit wird, selbst bei einem leichten Anstieg des persönlichen Zustimmungswerts des Präsidenten, ein möglicher Machtverschiebung im Kongress zugunsten der Demokratischen Partei zum entscheidenden politischen Risiko für sein Team.