Laut den neuesten Daten einer Umfrage des Analyseinstituts The Economist/YouGov hat die Unterstützung für den US-Präsidenten Donald Trump einen kritischen Punkt erreicht. Am 14. August 2026 äußern nur noch 33% der Bürger der Vereinigten Staaten ihre Zustimmung zur Arbeit des Staatsoberhauptes. Dies ist der niedrigste Wert in der gesamten Geschichte seiner Präsidentschaft, die beide Amtszeiten umfasst.

Rekordniveau der Unzufriedenheit

Die Situation der öffentlichen Meinung ist durch ein beispielloses Maß an Unzufriedenheit gekennzeichnet. Etwa zwei Drittel der Befragten (62%) erklärten ihre Ablehnung der Politik der Regierung. Der Netto-Zustimmungsindex (die Differenz zwischen Befürwortern und Gegnern) belief sich auf minus 29 Punkte. Zum Vergleich: Zum gleichen Zeitpunkt in seiner ersten Amtszeit lag Trumps Netto-Rating bei minus 10, während es bei seinem Vorgänger Joe Biden bei minus 17 lag. Diese Kluft zeugt von einer tiefen Vertrauenskrise gegenüber der Regierung.

Bruch innerhalb der Republikanischen Partei

Besondere Besorgnis erregt die Dynamik innerhalb der Partei, der der Präsident angehört. Zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit unterstützten fast einstimmig 90% der Republikaner, die nicht mit der MAGA-Bewegung verbunden waren, ihn. Allerdings hat sich diese Wählergruppe mittlerweile fast zur Hälfte gespalten. Die Arbeit des Staatsoberhauptes wird insgesamt nur noch von 17% der Amerikaner vollumfänglich gebilligt, und unter den Republikanern selbst ist dieser Wert auf unter die Hälfte gesunken – auf 48%. Dies deutet darauf hin, dass selbst die traditionelle Basis der Partei Zweifel an der aktuellen Kursrichtung hegt.

Auswirkung des Krieges mit dem Iran auf das Rating

Die Militärpolitik der Regierung hatte einen erheblichen Einfluss auf den Rückgang des Ratings. Ende Juni 2026 war die Unterstützung für Trump auf 34% gesunken, getrieben von der Unzufriedenheit mit dem Krieg gegen den Iran, den nur 24% der Bürger für gerechtfertigt hielten. Bis Ende Juli stieg das Rating vorübergehend auf 37%, jedoch sank die Unterstützung für den Krieg selbst auf 33% – den niedrigsten Stand während des Konflikts. 69% der Befragten merkten an, dass der Präsident Schwierigkeiten habe, die Ziele der Militäroperation klar zu erklären, was den Skeptizismus in der Gesellschaft verstärkt.

Widersprüchliche Daten

Es gibt Diskrepanzen bei der Interpretation der aktuellen Trends. Einerseits verzeichnet die Umfrage ein historisches Tief der Unterstützung (33%), was auf Stagnation und einen Rückgang des Ansehens hindeutet. Andererseits zeigen die Daten einen kurzfristigen Anstieg der Zustimmung auf 37% im Juli, was einige Politikwissenschaftler als Versuch einer Stabilisierung interpretieren könnten. Der allgemeine Trend der Indikatoren bleibt jedoch negativ, insbesondere vor dem Hintergrund der rekordverdächtigen 62% der Ablehnenden. Darüber hinaus schaffen die Daten zur Unterstützung der Demokraten im Kongress (46% gegenüber 40% bei den Republikanern) einen Kontrast: Trotz Trumps niedrigem Rating behalten die Republikaner einen erheblichen Teil des Wählerpotenzials, obwohl sie ihren Gegnern mit einem Abstand von sechs Punkten hinterherhinken – dem größten seit Februar.

Demografischer Querschnitt und Perspektiven

Am kritischsten ist die Situation bei Frauen, weißen Amerikanern und College-Absolventen – genau in diesen Gruppen wurde der niedrigste Unterstützungsgrad verzeichnet. Unter den unabhängigen Wählern, die traditionell als Schlüsselwähler gelten, ist die Unterstützung für Trump von 32% zu Beginn des Jahres auf noch niedrigere Werte gesunken, während der Anteil der Ablehnenden auf 60% gestiegen ist. Wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen, könnte dies zu schweren Verlusten für die Republikanische Partei bei den bevorstehenden Kongresswahlen führen.