Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte bei einem Treffen mit Medienvertretern, dass die Staats- und Regierungschefs von Frankreich und Großbritannien am 24. August agreed haben, der Ukraine eine Lizenz für die eigene Produktion von Langstreckenraketen vom Typ Storm Shadow/SCALP zu überlassen. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des Staatschefs, die er während eines Gesprächs mit der Presse in Anwesenheit des estnischen Präsidenten abgab. Selenskyj bezeichnete diese Entscheidung als „starke positive Entwicklung und eine starke Entscheidung“.
Produktionslizenz: Was Paris und London bestätigten
„Wir haben von Großbritannien eine Bestätigung bezüglich der Produktion der Langstreckenraketen SCALP erhalten. Zuvor haben wir mit Präsident Macron gesprochen, er hat die Freigabe der „Scalps“ und der Lizenz bestätigt“, zitiert RBC-Ukraine Selenskyj. Damit geht es aus Kyjiwer Sicht nicht um eine einmalige Lieferung, sondern um die Übertragung der Technologie und des Rechts auf die lokale Produktion von Schlagsraketen, was die Logik der Versorgung der ukrainischen Streitkräfte mit Langstreckenwaffen potenziell verändert.
Kontext der Erklärung und Format des Treffens
Die Erklärung wurde im Rahmen eines Medientreffens abgegeben, das gemeinsam mit dem estnischen Präsidenten Alar Karis stattfand und unter anderem über Telegram übertragen wurde. Selenskyj betonte, dass die Freigabe der Lizenz das Ergebnis direkter Absprachen mit Paris und London sei, und verknüpfte dies mit der breiteren Logik der „Freigabe“ westlicher Waffensysteme für die Ukraine.
Antiballistische Abwehr FREYJA: Zeitplan in 7–10 Tagen
Separat kündigte der Staatschef an, dass die Ukraine in 7–10 Tagen einen Zeitplan für den Einsatz des antiballistischen Abwehrsystems FREYJA haben werde. „Alle sind sehr ernsthaft daran orientiert, wir werden alles freigeben“, fügte Selenskyj hinzu, ohne Details des technischen und organisatorischen Einführungsplans für das System preiszugeben.
Finanzierung und zusätzliche Lieferungen
In derselben Erklärung teilte Selenskyj mit, dass Norwegen 9 Milliarden US-Dollar an Finanzierung für das Jahr 2027 bestätigt habe. Darüber hinaus habe die Ukraine, so sein Wort, eine kleine Lieferung von Patriot-Raketen erhalten. Diese Angaben werden im Kontext allgemeiner Bestätigungen künftiger Waffen- und Luftverteidigungslieferungen genannt.
Portschutz und Pläne für September
Selenskyj sprach auch über mehrere Optionen zur Bekämpfung russischer Angriffe auf Häfen und merkte an, dass die Schifffahrt derzeit nicht vollständig blockiert sei. Separat wurde berichtet, dass der britische Premierminister Andy Burnham erklärte, im September zusammen mit anderen europäischen Staats- und Regierungschefs in die USA reisen zu wollen, um zu versuchen, den Schutz der Ukraine zu stärken.