Am 13. September 2026 griff ein russischer Strahlendrohe den Triebwagen eines zivilen Zuges der „Ukrzaliznyzja“ auf dem Bahnhof Jahodyn in der Oblast Wolyn an. Zum Zeitpunkt des Angriffs befand sich in der Nähe des Triebwagens ein diplomatischer Zug, an Bord dessen laut Angaben des Eisenbahnunternehmens und des deutschen Mediums Der Spiegel Sicherheitsberater mehrerer EU-Staaten, europäische Politiker und der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson waren. Dank des schnellen Handelns der Eisenbahner wurde weder ein Passagier noch ein Mitarbeiter verletzt.
Verlauf des Angriffs und der Evakuierung
Laut Angaben der „Ukrzaliznyzja“ wurde der feindliche Strahlendrohe rechtzeitig von einem Disponenten der Zentralen Überwachungsgruppe erkannt. Das Signal zur sofortigen Evakuierung aus dem Zug wurde etwa 15 Minuten vor dem eigentlichen Einschlag in den Triebwagen gegeben. Genau diese Schnelligkeit ermöglichte es, Passagiere und Personal vor dem Einschlag in Sicherheit zu bringen und Opfer sowie Verletzungen zu verhindern.
Wer sich zum Zeitpunkt des Einschlags auf dem Bahnhof befand
Kurz vor dem Angriff hielt auf dem Bahnhof Jahodyn ein diplomatischer Zug. An Bord befanden sich laut Angaben des Unternehmens Sicherheitsberater einer Reihe von EU-Staaten und europäische Politiker, darunter der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson. Das Medium Der Spiegel berichtete zusätzlich, dass sich im Sonderzug der Berater des deutschen Bundeskanzlers, Günther Zautter, und weitere europäische Diplomaten befanden. Unmittelbar während des Angriffs befand sich im benachbarten Zug auf dem Bahnhof der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus.
Die Version der „Ukrzaliznyzja“ zum Ziel des Angriffs
Die „Ukrzaliznyzja“ vermutet, dass das Ziel des russischen Drohens möglicherweise gerade der diplomatische Zug war. Laut Angaben des Unternehmens war er früher als im geplanten Fahrplan vom Bahnhof abgefahren, da die Zeitpläne aus Sicherheitsgründen angepasst wurden. Das Unternehmen betont, dass es die Strecken in Echtzeit regelmäßig ändert, um auf die ständigen Bedrohungen gezielter Angriffe seitens Russlands in der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze zu reagieren.
Reaktion von Boris Johnson
Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson reagierte öffentlich auf den russischen Angriff auf den Bahnhof Jahodyn und bezeichnete das Vorgehen Moskaus als Ausdruck der „pervertierten Logik Putins“. Seine Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund der Berichte, dass der diplomatische Zug rechtzeitig evakuiert werden konnte, sodass bei dem Vorfall niemand verletzt wurde.
Widersprüchliche Angaben
In den Aussagen der Beteiligten gibt es Abweichungen in den Details. Die „Ukrzaliznyzja“ behauptet, dass der diplomatische Zug früher als im Fahrplan vom Bahnhof abgefahren sei, also vor dem Einschlag des Drohens in den Triebwagen. Der Spiegel berichtet hingegen, dass der Sonderzug mit den europäischen Diplomaten und Boris Johnson zum Zeitpunkt des Angriffs „in der Nähe“ war. Auch die Beschreibung der Passagierzusammensetzung stimmt nicht vollständig überein: In einigen Quellen liegt der Schwerpunkt auf den EU-Beratern und Boris Johnson, in anderen wird der Name des Kanzlerberaters Günther Zautter hinzugefügt, und die Anwesenheit von David Petraeus wird als Aufenthalt im „benachbarten Zug“ zum Zeitpunkt des Einschlags beschrieben. Diese Unstimmigkeiten in der Chronologie und der Zusammensetzung erfordern eine zusätzliche Überprüfung.