Am Morgen des 16. September 2026 griffen russische Streitkräfte den Personenzug Nr. 122 „Kiew–Mykolajiw' auf dem Abschnitt zwischen den Stationen Nowyj Bug und Baschtanka an. Wie die „Ukrzaliznyzja' unter Berufung auf operative Angaben mitteilte, wurden dank rechtzeitiger Warnung und der gut koordinierten Arbeit der Eisenbahnteams 168 Passagiere vor dem Kontakt mit der Drohne aus dem Zug gebracht; es gab keine Verletzten. Auch die RBC-Ukraine berichtete darüber unter Verweis auf eine Veröffentlichung des Betreibers.
Verlauf des Angriffs und Maßnahmen der Dienste
Laut dem kommissarischen Leiter der Militärverwaltung der Oblast Mykolajiw, Georgij Reschetilow, wurde der Zug von einer russischen Kampfdrohne angegriffen. In den folgenden zweieinhalb Stunden griffen die russischen Streitkräfte denselben Zug noch zweimal an, doch erneut blieben Verletzte aus. Die Feuerwehr löschte den Brand auf kleiner Fläche; die Arbeit wurde durch anhaltende Drohnenangriffe erschwert, daher handelten die Rettungskräfte unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften.
Evakuierung und Transfer der Passagiere
Die „Ukrzaliznyzja' betonte, dass die Sicherheit der Menschen Vorrang habe. Für Passagiere, die ihre Reise fortsetzen müssen, wurden gemeinsam mit der Militärverwaltung der Oblast Mykolajiw Bus-Transfers nach Mykolajiw organisiert. Das Unternehmen dankte den Kollegen für ihre „klare und gut koordinierte Arbeit' und stellte fest, dass „alle Ziele – das ist das Wichtigste'.
Serie von Angriffen auf die Eisenbahninfrastruktur
Der Vorfall vom 16. September war Teil einer anhaltenden Serie von Angriffen auf den Eisenbahnverkehr. Am 13. September griffen die russischen Streitkräfte eine Lokomotive eines Personenzuges in Wolynien in der Nähe der polnischen Grenze an, was als Präzedenzfall für breite Resonanz sorgte. Am 8. September griff eine Drohne in der Oblast Saporischschja einen aus Angst vor einem Angriff gestoppten Personenzug an: Die Passagiere konnten rechtzeitig evakuiert werden, doch ein Eisenbahner kam ums Leben; am selben Tag wurde ein Vorort-Dieselschienenzug in der Oblast Sumy getroffen. In der Nacht zum 1. September forderte ein ballistischer Angriff auf ein Eisenbahndepot und andere Infrastrukturziele in Kiew sieben Menschenleben, sechs davon waren Mitarbeiter der „Ukrzaliznyzja'. Zuvor war auch der Zug Nr. 53/54 „Odessa–Dnipro' auf der Prydniprowska Eisenbahn unter Beschuss geraten, wo die Evakuierung ebenfalls vor dem Kontakt erfolgte.