In der Ukraine hat sich der Algorithmus für die automatische Verlängerung der Aussetzung vom Militärdienst für Eltern von Kindern mit Behinderungen geändert. Das Verteidigungsministerium des Landes präzisierte, dass die Abgleichung der Daten in den staatlichen Registern nun auf neue Weise erfolgt, was von den Bürgern eine sorgfältige Überprüfung der Informationen in ihren Profilen erfordert.
Dem Bericht von RBC-Ukraine unter Berufung auf das Verteidigungsministerium zufolge ist der entscheidende Faktor nun die Verwendung der Daten des zuletzt ausgestellten Geburtsurkunden des Kindes. Das Ministerium erklärt, dass diese Anpassung notwendig ist, um die Genauigkeit der Suche und Bestätigung der Informationen in den staatlichen Datenbanken zu erhöhen.
Wie das neue Abgleichssystem funktioniert
Das System sucht nun nach Informationen über das Kind, indem es sich auf die Referenzdaten der neuesten Geburtsurkunde stützt. Wenn das Minderjährige eine Registrierungsnummer der Steuerkarte (RNOKPO) hat, kann die Überprüfung zusätzlich über diese Identifikationsnummer im Staatlichen Register der Standesämter (GRAZS) durchgeführt werden.
Das Verteidigungsministerium betont, dass für eine erfolgreiche automatische Verlängerung der Aussetzung im Einheitlichen Informationssystem des Sozialbereichs (EISSS) die Daten genau jener Urkunde korrekt eingetragen sein müssen, die in der App „Diia“ angezeigt und im GRAZS festgehalten wird.
Was tun, wenn die Aussetzung nicht verlängert wurde
Wenn die automatische Verlängerung nicht funktioniert hat, empfiehlt das Militärressort, nicht in Panik zu geraten, sondern die Daten schrittweise zu überprüfen. Oft liegt der Grund in einer Desynchronisation der Informationen zwischen den Registern. Die schrittweise Anleitung für Bürger sieht wie folgt aus:
- Prüfung in „Diia“: Die App muss geöffnet, der Abschnitt „Dokumente' aufgerufen und die Urkunde über die Geburt des Kindes gefunden werden. Wichtig ist zu beachten, dass das System mit der Urkunde selbst arbeitet, nicht nur mit dem Papierzertifikat.
- Abgleich der Referenzdaten: Wenn der Eintrag angezeigt wird, muss die vollständige Information geöffnet und die Urkunde mit dem spätesten Ausstellungsdatum gefunden werden. Genau diese Daten müssen im EISSS vorliegen.
- Aktualisierung der Daten: Wenn die Urkunde fehlt oder die Daten inkorrekt sind (Fehler in Namen, RNOKPO oder Geburtsdatum), sollte man sich an das GRAZS wenden. Die Informationen können auch in der nächsten Filiale des Pensionsfonds der Ukraine aktualisiert werden.
- Medizinisches Gutachten: Wenn Unstimmigkeiten festgestellt werden, kann das medizinische Gutachten über die Behinderung über die Zentralisierte Datenbank oder in der Filiale des Pensionsfonds aktualisiert werden.
Nachdem die Informationen in den Registern aktualisiert und angeglichen wurden, kann der Antrag auf Aussetzung erneut über die App „Reserv+' gestellt werden.
Digitalisierung der Wehrpflichtverwaltung
Das Verteidigungsministerium stellt fest, dass derzeit mehr als 90 % der Aussetzungen automatisch verlängert werden. Wenn der Grund für die Aussetzung besteht und durch staatliche Register bestätigt wird, müssen Bürger keine Papieranträge oder Dokumente erneut einreichen.
Das Ressort weist darauf hin, dass die Einführung der automatischen Verlängerung darauf abzielt, die Verfahren für die Bevölkerung zu vereinfachen und die Belastung der Zentren für die Erbringung administrativer Dienstleistungen (CPAU) und der territorialen Rekrutierungszentren zu verringern. Derzeit läuft im Land aktiv der Prozess der Digitalisierung der Wehrpflichtverwaltung, der es ermöglicht, Aussetzungen online für eine breite Kategorie von Bürgern zu beantragen.