Auf dem Portal der elektronischen Petitionen des Kabinetts der Minister der Ukraine erschien am 21. September 2026 eine Initiative (Nr. 41/010962-26эп) mit dem Appell an die Regierung und die Nationalbank, die Möglichkeit einer Wiedereinführung von Papierbanknoten mit den Nennwerten 1, 2, 5 und 10 Hrywnja in den Umlauf zu prüfen. Autor des Dokuments ist Konstantin Wladimirowitsch Salahub, der die Beamten bittet, die Metallmünzen nicht abzuschaffen, sondern den parallelen Umlauf sowohl von Papierbanknoten als auch von Münzen sicherzustellen. Stand 18:00 Uhr am Donnerstag, dem 24. September 2026, waren unter der Petition erst 35 Unterschriften von den für eine verbindliche Prüfung erforderlichen 25 000 gesammelt, was auf den vorerst symbolischen Charakter der Initiative hindeutet.

Essenz der Initiative

Im Text der Petition erinnert der Autor daran, dass die Bürger nach dem Auslaufen kleiner Papierbanknoten aus der aktiven Nutzung und dem Ende ihres Drucks sowie deren vollständigen Ersatz durch Metallmünzen auf eine Reihe alltäglicher und praktischer Unannehmlichkeiten stießen. Salahub betont, dass in vielen Bereichen des Einzelhandels und im Verkehr weiterhin ein Bedarf an bequemer und schneller Barzahlung besteht. Dabei erklärt der Initiator ausdrücklich, dass er keinen Verzicht auf Münzen vorschlage, da diese eine längere Nutzungsdauer hätten, und plädiert für „freie Wahl und Kompromiss“ in der Gesellschaft.

Argumente des Petitionseinstellers

Das Kernargument der Initiative ist die Sicherstellung einer Wahlmöglichkeit für verschiedene Nutzergruppen: „von denen, die leichte Bargeld bevorzugen, bis hin zu denen, die es gewohnt sind, Münzen zu benutzen“, formuliert Salahub. Im Dokument findet sich ein direkter Appell an die Nationalbank der Ukraine und die zuständigen Behörden, „die Ausgabe und den Umlauf von Papierbanknoten zu 1, 2, 5 und 10 Hrywnja parallel zu den bestehenden Münzen wiederherzustellen“. Es geht also nicht um den Ersatz der Münzen, sondern um die Erweiterung des Bargeldverkehrs durch leichte Papierbanknoten für kleine Beträge.

Kontext: Abschaffung kleiner Banknoten und neue Nennwerte

Die Initiative erschien vor dem Hintergrund umfassender Veränderungen im Bargeldverkehr, die die NBU im Jahr 2026 durchführte. Laut Angaben einschlägiger Fachmedien wurde der Prozess des Ersatzes von Banknoten mit Nennwerten bis zu zehn Hrywnja durch Metallmünzen und deren Aussonderung aus dem Umlauf auf den März 2026 festgelegt. Gleichzeitig erweitert der Regulierer die obere Grenze der Nennwertreihe: Am 4. September 2026 wurde eine Banknote mit dem neuen höchsten Nennwert von 2 000 Hrywnja in den Bargeldverkehr eingeführt, auf der das Porträt des ukrainischen Dichters der Sechzigerbewegung, Wassyl Stus, abgebildet ist. In der Expertenszene wird parallel die Zweckmäßigkeit des Erscheinens von Banknoten mit dem Nennwert 4 000 Hrywnja diskutiert, und der Finanzanalyst Andrei Schewtschyshyn äußerte sich öffentlich dazu, wann der Ukraine eine Banknote im Wert von 5 000 Hrywnja benötigt werden könnte.

Reaktion des Marktes und Perspektiven

Zurzeit hat die Petition keine kritische Masse an Unterschriften erreicht: 35 von 25 000 entsprechen weniger als 0,2 % der Schwelle für eine verbindliche Prüfung, daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Initiative zu einer offiziellen Antwort der Regierungskanzlei führt, äußerst gering. Dennoch bringt das Thema die Diskussion über die Struktur des Bargeldverkehrs wieder ins öffentliche Feld: Einerseits verlagert der Regulierer systematisch kleine Nennwerte in das Münzformat und führt große Banknoten ein, andererseits weisen Teile der Bevölkerung auf alltägliche Unannehmlichkeiten hin, die mit dem Verschwinden des leichten Papiergeldes verbunden sind. Einzelne Exemplare der neuen 2 000-Hrywnja-Banknote wecken bereits bei Sammlern und auf dem Markt besonderes Interesse, da sie teurer als der Nennwert kosten können, was die Aufmerksamkeit der Gesellschaft für die Veränderungen in der Geldreihe der Ukraine zusätzlich unterstreicht.