Neue Phase der internationalen Ermittlungen: Festnahme in Pula
Der 19. August 2026 wurde zu einem Schlüsseltermin im Fall der Sabotage der Gasleitungen „Nord Stream“ und „Nord Stream 2“. In der kroatischen Stadt Pula haben lokale Strafverfolgungsbehörden unter Koordination des Hauptpolizeipräsidiums Zagreb einen ukrainischen Staatsbürger festgenommen, den die deutsche Generalbundesanwaltschaft als „Vladimir Z.“ identifiziert. Dies ist der zweite Festgenommene in diesem Fall nach Sergei Kusnezow, der seit dem Sommer 2025 in Haft in Deutschland sitzt. Die Festnahme erfolgte auf Basis eines Haftbefehls, der von den deutschen Behörden bereits im Juni 2024 ausgestellt wurde.
Die Staatsanwaltschaft der Bundesrepublik Deutschland gibt an, dass es „erhebliche Verdachtsmomente“ für die Beteiligung von Wladimir Z. an der Planung der Explosion, der Sabotage und der Beschädigung kritischer Infrastruktur gibt. Nach der Ermittlungsversion gehörte er zu einer ukrainischen Sabotagegruppe, die, so die Behauptung, Sprengstoff an den Leitungen der russischen Gaspipeline angebracht hat. Nach der Auslieferung aus Kroatien wird der Beschuldigte vor einem Richter des Bundesgerichtshofs in Deutschland erscheinen.