Der Befehlshaber der ukrainischen Drohnenkräfte (SBS) Robert „Madyar“ Browdi berichtete über das Ergebnis einer nächtlichen Schlagoperation ukrainischer Drohnen. Laut seinen Angaben, die in Telegram veröffentlicht und von RBC-Ukraine wiedergegeben wurden, trafen ukrainische Drohnen drei Einheiten der russischen Luftwaffe: die Jagdflugzeuge Su-33 und MiG-29 sowie die Aufklärungs- und Schlagdrohne „Orion“. Gleichzeitig wurden nach seinen Worten Luftverteidigungsziele getroffen: acht Radargeräte, eine Stellung eines S-400-Bataillons in Gelendschik sowie zwei flugabwehrraketensysteme/luftabwehrraketen-artillerie-Systeme.
Geografie der Schläge und Zielbilanz
Browdi gliederte die Ergebnisse nach Regionen: Von 14 gemeldeten Zielen seien elf, nach seiner Einschätzung, „erfolgreich bearbeitet“ worden in den Oblasten Rostow und Krasnodar der Russischen Föderation, weitere drei in der besetzten Krim. Die Schläge konzentrierten sich demnach vor allem auf die grenznahen und schwarmeermarinen Regionen, in denen in der Regel Luftwaffen- und Luftverteidigungseinheiten stationiert sind, die Operationen an der Front und in der Luft über dem Schwarzen Meer unterstützen.
Schläge in der Krim und an der Küste
Im Kontext der Operationen vom 22. August und in der Nacht zum 23. August trafen Einheiten der ukrainischen Verteidigungskräfte, laut ukrainischen Angaben, im Schwarzmeergebiet und auf dem Gebiet der besetzten Krim einen Start- und Lagerplatz für unbemannte Marineboote (MBEK) sowie eine terrestrische Relaisstation zur Steuerung von Schlagdrohnen der Typen „Geran“ und „Herber“. Ein separates Ziel war das Radargerät „ST-68“ in Jevpatorija. Parallel dazu griffen, gemäß Videoberichten, die von ukrainischen Medien verbreitet wurden, SBS-Drohnen den Hafen in Berdjansk und den Flugplatz in Jeksk an, wo laut Angaben des Kommandos ein Schiff, ein Amphibienflugzeug und ein Ka-27-Hubschrauber getroffen worden seien.
Vorfall in Orenburg
Neben militärischen Zielen griffen Drohnen in der Nacht zum 23. August in Orenburg eine große Logistik-Einheit des Unternehmens OZON an, was einen Brand auslöste. Nach dem Vorfall evakuierte das Unternehmen Berichten zufolge seine Mitarbeiter und stellte die Lieferungen ein. Dieser Fall zeigt die Ausweitung der Geografie der Drohnenschläge auf rückwärtige Logistikobjekte im Hinterland Russlands.
Widersprüchliche Daten
Zwischen der Bilanz des SBS-Befehlshabers und einzelnen Videoberichten gibt es eine Unstimmigkeit bei der regionalen Erfassung der Ziele. Browdi nennt eine Gesamtbilanz von 14 Zielen, von denen elf auf die Oblaste Rostow und Krasnodar entfallen und drei auf die Krim. In den verbreiteten Videos (insbesondere in den Berichten über Berdjansk und Jeksk) werden jedoch Objekte in der Oblast Saporischschja (Berdjansk) genannt, die offensichtlich nicht in den angegebenen Zuschnitt „Rostow/Krasnodar/Krim“ fallen. Jeksk gehört hingegen zum Krasnodarer Krai und passt in diese Logik. Der genaue Aufzählungs- und Geografiebestand der getroffenen Ziele kann je nach Version der Seiten und in verschiedenen Ausgaben des Berichts abweichen; eine unabhängige Überprüfung jedes einzelnen Treffers unter Kampfbedingungen ist derzeit nicht möglich.
Die russische Seite hatte zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags keine offiziellen Bestätigungen über den Verlust der genannten Flugzeuge, der Drohne „Orion“ und der aufgeführten Luftverteidigungssysteme veröffentlicht. Alle genannten Verluste sind Angaben des ukrainischen Kommandos und werden in ukrainischen Medien unter Berufung auf Telegram von Robert „Madyar“ Browdi wiedergegeben.